Takamura-ha Shindo Yoshin Ryu Jujutsu, Yukiyoshi Obata, Toby Threadgill

Yukiyoshi Obata erhielt bereits als Teenager von seinem Großvater Shigeta die höchste Lehrlizenz der Obata-Nebenlinie des Shindo Yoshin Ryu Jujutsu und hatte von nun an die Verantwortung, die Stilart weiterzugeben. Durch seine spätere Ausreise aus Japan ergaben sich völlig neue Gegebenheiten für seine Lehrtätigkeit - dies kam einem Quantensprung gleich. *

"Obata-ha" wird von Yukiyoshi umbenannt in Takamura-ha Shindo Yoshin Ryu Jujutsu

Später wurde der Name der Obata-ha geändert in Takamura-ha, obwohl Yukiyoshi Obata als Shigetas Enkel ja dessen Nachnamen trug. ** Die Hintergründe werden in der Fachwelt oft nicht korrekt dargestellt - es bleibt Forschern unklar, ob hier Desinteresse, mangelndes Wissen oder Absicht vorliegt. Dies wird hier diskutiert: Takamura-ha Shindo Yoshin Ryu Jujutsu, Yukiyoshi Takamura, Buch von Toby Threadgill und Shingo Ohgami "History and Technique".

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Yukiyoshi, Shintoismus und Takamura-ha

Die Verbände-Politik fernöstlicher Kampfkünste steht oft im Widerspruch zu westlichen Transparenz-Standards. Ddies birgt natürlich vielfältige Konfliktpotenziale - und zwar für die Organisationen selbst, ihre Lehrbeauftragten und auch für deren Schüler. Dies kann auch Auswirkungen auf die Seminar-Struktur haben - Threadgill-Seminars.. ****

Yukiyoshi, Shintoismus und Takamura-ha

Stilbezeichnungen japanischem Bujutsu sind häufig Gegenstand von Diskussionen. Sie sagen nicht nur etwas über die Sache selbst aus sondern auch über die Urheber und die Ursachen ihrer Argumentationen. Insbesondere "externe Beobachter" können auf der Grundlage eigener Recherchen und Forschungen übergeordnete Sehweisen entwickeln und begründen.

Japanese "Shindō Yōshin-ryū (新道楊心流)" is a traditional school (Koryu) of Budo (martial arts), applying jūjutsu principles of flexibility and connectedness.  Hence the name "Willow Nature". These elaborate virtues stem from Chinese martial arts. The style is based on the spirit of an earlier era of Japan and was practised by the samurai. The first kanji originally meant "新(new)", but was later changed into the homophonic "神 (sacred, divine). Mastering the art involves spiritual realms of Shinto and Zen.

Das japanische „Shindō Yōshin-ryū (新道楊心流)“ ist eine traditionelle Schule (Koryu) des Budo (Kampfkunst), die Jūjutsu-Prinzipien der Flexibilität und Verbundenheit anwendet. Daher der Name "Weiden-Natur". Diese ausgeklügelten Eigenschaften stammen aus der chinesischen Kampfkunst. Die Stilart basiert auf dem Geist einer früheren Ära Japans und wurde von den Samurai praktiziert. Das erste Kanji bedeutete ursprünglich „新 (neu)“, wurde aber später in das gleichklingende „神 (heilig, göttlich)“ geändert. Zum Meistern der Kunst gehören spirituelle Bereiche des Shinto und Zen.

 

 Das Shindo Yoshin Ryu Jujutsu:

Die "Weidenherz-Metapher" veranschaulicht Resilienz

Die weltweite Mission von Kasho Tobin E., Threadgill ist schnell auf den Punkt gebracht: Die elastisch-flexible Biegsamkeit der Weidenzweige ist zugleich Name und Programm. Diese Weidenherz-Metapher verborgener "Resilienz (Nachgeben und Zurückspringen in die ursprüngliche Position)" wird u. a. trainiert mit den aus China stammenden "Nairiki-No-Gyo (Übungen für Innere Kraft)". Deren dynamisches Wirkprinzip steigert die Effektivität und spielt auch die zentrale Rolle in der "Inneren Kampfkunst" Tai Chi Chuan (Taijiquan), dem Tuishou (Push-Hands-Partnerübungen) und im Qigong (Daoyin / Chinesisches Yoga).

Shindo Yoshin Ryu Jujutsu basiert technisch und historisch u. a. auf der "Akiyama-Yoshin-Linie" und zählt zu den "Sogo-Bujutsu (umfassende Kampfkunst mit und ohne Waffen)". Diese traditionelle Samurai-Kampfkunst wird von vielen eingestuft als "Koryu (alte Schule)", d. h. klassische Kampfkunst, weil sie vor der Meiji-Restauration 1868 gegründet wurde. Die Takamura-Ryuha wurde im Westen bekannt gemacht durch ihren jetzigen obersten Repräsentanten Kaisho Toby Threadgill (Weltverband www.shinyokai.com). Allerdings ist vieles im Curriculum "Gokui bzw. Ura (geheime Weisheit)" und wird nur an einen eng-begrenzten Schüler-Kreis überliefert.


Anmerkungen

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Obata’s grandson Yukiyoshi became the heir to Obata-ha Shindo Yoshin ryu.

Shigeta with Matsuhiro present, awarded Yukiyoshi a menkyo kaiden and explained to the young man that the martial traditions of his ancestors were now his responsibility. He instructed Matsuhiro to complete Yukiyoshi's training in the event that he and Hideyoshi did not survive the war. Shigeta, moved Yukiyoshi and his mother to the countryside near Morioka and then thru political and diplomatic channels, quietly arranged for their eventual transportation out of Japan. This was a drastic measure but Shigeta felt he must pursue this course in the event that his country was invaded by American soldiers.

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Today the Obata line has transformed into the Takamura line. Yukiyoshi Takamura, the founder of Takamura-ha Shindo Yoshin ryu was the grandson of Shigeta Obata.

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Originally the first case was assumed to be correct but during the writing of the book (talking to the Takamura family and other Japanese families directly involved  with the art ) they discovered new documentation that proved otherwise. So what is in the book is the most accurate information.

Beispiel 1:

Yukiyoshi Obata (later changing his last name to Takamura) moved to Sweden after World War II.

Beispiel 2:

Somewhere along the line Takamura Sensei who was born an Obata took his mother’s maiden name of Takamura and moved to Sweden.

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The Shinto religion is an integral part of TSYR so in order to get your Chuden/Joden teaching license you are required to memorize Shinto prayers (chants) known as norito and are taught to perform specific Shinto rituals so if your religion precludes you from performing or partaking in Shinto rituals then TSYR is not for you because it is not possible to take Shinto out of Shindo Yoshin ryu.