Tai-Chi-Meister / Qigong-Meister

Per Definition ist die Lehrer-Schüler-Beziehung referenziert auf Wissensgefälle und Wissenstransfer. Ebenso sind Lernfortschritt, Graduierung und Mandatierung aneinander gekoppelt, wobei kulturell und historisch unterschiedliche Ausprägungen existieren. Ein Beispiel ist das aus China stammende japanische Lernmodell des Shu-Ha-Ri (Lernen-Abweichen-Entfernen). Eine seiner Besonderheiten ist der Fokus des Lehrers auf die Entwicklung zur Eigenständigkeit und zur inneren Unabhängigkeit seines Schülers, sodaß er seinen eigenen Weg gehen kann.

Viele Praktizierende chinesischer Übesysteme bringen dem Titel "Meister" eine große Ehrfurcht entgegen und verbinden damit eine hohe Auszeichnung für technische Perfektion, didaktisch-pädagogische Kompetenz und psychologische Fähigkeiten. Zudem kündet die Graduierung von einem gefestigten Charakter, makelloser Moral und spirituell-transzendenten Aspekten.

Doch zum "ganzen Bild" gehören auch die zahlreichen Negativ-Trends - sie reichen bis zu uns nach Deutschland. Die Verhältnisse "hinter den Kulissen" recherchiert DTB-Ausbilder Dr. Langhoff seit Jahrzehnten: Qigong-Taichi-Meister.

Hier wächst vielerorts die Erkenntnis, daß man bei diesem Meister-Nimbus Fiktionen und Fakten stärker trennen sollte als es gemeinhin geschieht. Grund genug für den Tai-Chi-Qigong-Dachverband DTB, sich einmal genauer mit den Licht- und Schattenseiten zu befassen.

Fakes auf dem Vormarsch

Die "Qi-Energie" zu meistern und praktisch einzusetzen macht die Kompetenz sogenannter "Qi-Meister" aus. Es ist jedoch nicht leicht, solche Fähigkeiten unvoreingenommen und wiederholbar zu überprüfen. Dies ist eine große Verlockung für unseriöse Vertreter von Heilslehren, die mit unhaltbaren Versprechungen auf Kundenfang gehen. Besonders in China ist in weiten Teilen der Bevölkerung der Respekt vor Kungfu-Meistern groß - und ebenso groß ist dann die Bereitschaft, an Übersinnliches zu glauben.

Fakes und Scharlatanerie schießen daher so ins Kraut, daß das Ansehen nun an Strahlkraft einbüßt. Die staatlich geführte "Chinese Wushu Association" sah sich kürzlich nach langem Zögern zum energischen Handeln gezwungen, um den eklatanten Vertrauensverlust zu stoppen. Sie hat kürzlich die Führung bestimmter Meister-Titel kurzerhand verboten.

Zunehmende Intransparenz

Graduierungen im Wushu (chinesische Kampfkunst) beruhen auf Werten, die aus der Tradition stammen und heutzutage oft modernen Anschauungen weichen. Dazu zählen auch Meisterschaften, Turniere und Wettbewerbe, bei denen die Goldmedaillen nur so vom Himmel regnen. Ebenso vage bleibt die Kompetenz bei den Hypes der Social-Media mit ihrem "Mobrule-Spin".

Immer mehr kochen hinter den Kulissen ihr eigenes Süppchen und ziehen ihre Strippen. Medien-Rummel "von interessierter Seite" ist an der Tagesordnung. Zugleich schwindet das Hintergrundwissen um die benutzten Kritierien. Diese Intransparenz findet man nicht nur in China sondern weltweit.

Tai-Chi-Meister / Qigong-Meister

In der fernöstlichen Philosophie hat das "Himmel-Erde-Mensch-Konzept" des Tiandiren Tiandiren (Himmel-Erde-Mensch) einen hohen Stellenwert. Es geht im Kern darum, über das eigene Ego hinauszuwachsen und innere Potenziale zu erschließen, die im Normalfall nicht auszuschöpfen wären. Möglich wird dies durch unterschiedliche Formen von Meditation. Mit stark erhöhter Wahrnehmung wird vieles erkennbar, was auf Außenstehende wie ein Wunder wirkt und als Magie oder Mystik eingestuft wird.

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