TUISHOU: Push Hands (Pushing Hands)

In aller Welt sind Menschen fasziniert von inneren Kampfkünsten Chinas. Eine zentrale Rolle kommt dabei den Tuishou-Partner-Übungen zu. Diese klassischen Nahkampf-Formalisierungen bezeichnet man international als "Push Hands" oder "Pushing Hands". Synonyme sind "Schiebende Hände", "Klebende Hände", "Schlagende Hände", "Fühlende Hände" und "Zerstreuende Hände". Die übergreifende inhaltliche Klammer bilden die Termini "Neijia (Innere Kampfkunst)" und "Neijin (Innere Kraft)".

 Push Hands im DTB

Die historisch-kulturelle Verquickung mit Okkultismus und Magie führt auch heute noch zu erheblicher Intransparenz und Irritation unter den Praktizierenden. Hier sind insbesondere die Verbände gefragt - aber etliche sind selbst "Teil des Problems" und stehen unter dem Druck und den Erwartungen ihrer traditionell geprägten Mitglieder. Andere Organisationen werden gesteuert durch chinesische Familien-Dynastien mit ähnlichen Anschauungen.

Der DTB ev als moderne Tai-Chi-Qigong-Vereinigung verfügt über eine besondere Profilisierung als "Push-Hands-Verband" durch seine Ausrichtung auf objektive Wissenschaft und die Werte westlicher Erwachsenenbildung. Die ihm angeschlossenen Institutionen und ihre Mitglieder fördern und verbreiten gemeinsam getragene Prävention mit chinesischen Übesystemen wie Tai Chi Chuan (Taijiquan) und Qigong.

Pushhands-Sparte im Verband

Im Verband wurde für effektivere Förderung und Verbreitung eine Extra-Sparte "Pushhands / Tuishou" geschaffen mit einem breitgefächerten Service-Angebot an die Mitglieder. Die DTB-Gruppen vernetzen sich gerade in jüngster Zeit zunehmend mit verwandten Kampfsport-Arten wie Aikido, Judo und Jujutsu. Durch diesen interdisziplinären Austausch entstehen viele neue Einsichten in Technik und Historie dieses "Taiji-zu-Zweit".

Push Hands (chines. Tuishou) in der heutigen Zeit

Die Strahlkraft des "Hände-Schiebens" steigt kontinuierlich an. Was eigentlich ein gutes Zeichen ist, erweist sich bei genauerem Hinsehen jedoch als Renaissance längst überholter "Chi-Welten". Denn was sich da entwickelt, ist im Grunde ein Rückfall in die traditionelle "Neijia-Esoterik" der Yang-Chengfu-Ära - und damit ungeeignet für die heutige Erwachsenenbildung hierzulande.

Für manche Zeitgenossen ist der rückwärts gerichtete Ballast des Pekinger Zeitgeistes von 1930 offenbar so attraktiv, daß sie die Magie "gefühlter Fakten" höher schätzen als ihren gesunden Menschenverstand und kritische Recherche. Die "Klebenden Hände" haben sich ja keineswegs als "bestem allen anderen überlegene Kampfkunst" erwiesen - ganz im Gegenteil.

Der DTB hingegen hält eine solche Rückbesinnung auf das "Wudang-Narrativ" für kontraproduktiv. Es müßte eigentlich jedem klar sein: Solche Botschaften, gesteuert von wenigen "Spin-Doktoren" sind ja keine Lösung sondern Teil des Problems.

Neue Trends und Sehweisen

Die Community ist sehr rege, weil sich in ihr Menschen mit sehr unterschiedlichen Lebenswegen vereinen. Bei ihren engagierten Diskussonen wird oft stilarten-übergreifend argumentiert, sodaß sich der Horizont weitet. Dies zeigt sich besonders in den Forums-Beiträgen des Tai Chi Zentrum Hamburg ev - sie geben nicht nur Antworten auf spannende Fragen sondern zeigen auch neue Trends und Sehweisen bei der Push-Hands-Thematik auf. Dabei kommt es vielfach zu inspierienden "Synergie-Effekten", von denen jeder profitieren kann.

Push Hands gestern, heute und morgen ...

Historisch gesehen sind die Push-Hands-Partnerübungen die "Kronjuwelen innerer Kampfkunst" und ein "Königsweg zum Siegen". Dieses Erbe aus vergangenen Zeiten erweist sich für die heutige Zeit als außerordentlich nutzbar für den modernen Menschen, der etwas für sich und seine Lebenqualität tun möchte. Dabei geht es neben Aspekten des Lifestyles auch um Innere Kraft und Resilienz. Sie bilden Hilfen für das Überwinden schwieriger Lebenslagen und geben Zuversicht für den beruflichen und privaten Alltag. Über diesen "Alltags-Transfer" hinaus profitieren viele "Pusher" vom Austausch mit Gleichgesinnten. Im DTB-Verband bieten vierteljährliche "Push-Hands-Treffen" der Community reichhaltige Möglichkeiten zum gemeinsamen Üben mit wechselnden Partnern. Umfragen und Prognosen des Verbandes deuten darauf hin, daß sich das Tuishou weiterentwickeln wird und weit mehr sein wird als ein bloßes "Taiji-zu-Zweit" oder Bewegungstherapie. Die ursprüngliche Grundidee, eine ungünstige Situtation in eine vorteilhafte zu wandeln, trägt ja auch heute noch - und ihre Bedeutung wird künftig zunehmen in dem Maße, wie Anspannung und Anforderungen in der modernen Zeit steigen. Siehe Qigong und Resilienz.

Zu betonen ist die Wichtigkeit des Qigong. Qigong bedeutet ja "Arbeit an der (eigenen) Lebenskraft". Somt steht beim Qigong die eigene Gesundheitspflege auf körperlicher und geistiger Ebene im Zentrum. Dabei läßt sich die chinesische Denkungsart des "Wei-Wu-Wei" gut integrieren. Quelle: Lebenskraft / Innere Kraft mit Qigong und Tai Chi Chuan.

Push-Hands-Lehrerausbildungen des DTB

Push-Hands-Events im DTB-Verband: Tuishou-Seminar Hamburg Dr. LanghoffDie Mahnung des DTB richtet sich daher besonders an Lehrende als Multiplikatoren und ihre Schüler. Ihnen bietet der Verband in seinen Fach-Fortbildungen entsprechende Informationen und Hilfestellungen an. Und die Hinterfragung traditioneller Werte zeigt Wirkung: Viele Lehrende und ihre Schüler lassen sich begeistern für zeitgemäßes Faszien-Training und Resilienz-Programme des Verbandes. Siehe auch die Statistik-AG im Qigong-Tai-Chi-Verband.

Push-Hands-Ausbildungen und DTB-Zertifizierung

Die Zweier-Übungen zu erlernen ist zwar nicht einfach, aber die positiven Auswirkungen sind bei korrektem Erlernen und regelmäßigem Praktzieren beträchtlich. Doch will man die innewohnenden Potenziale umfassend ausloten, so sollte man Institutionen hinsichtlich ihrer Lehrangebote genau überprüfen. Viele sind vom DTB-Zentralverband nicht zertifiziert.

Tuishou-Ausbildungen sind beim DTB bundesweit einheitlich integriert in die Taiji-Qigong-Ausbildungen. Bei den DTB-Modulen und beim staatlich anerkannten Bildungsurlaub gab es durch Corona keine Ausfälle. Das bedeutet, daß alle Seminare termingemäß stattfinden. Push-Hands-Ausbildung 1: Lehrpläne, Community, Berichte. Push-Hands-Ausbildung 2: Online-Kurse, Termine, Buchung, AGBs.

Push Hands im DTB-Dachverband

Gerade in letzten Zeit sind die Pushhands-Anfragen an den DTB-Dachverband gestiegen. Dabei geht es zum einen um die Suche nach regionalen Schulen und Lehrern und zum anderen um allgemeine Informationen zu den Hintergründen dieser chinesischen Partner-Drills. Dazu zählen auch die Nachfrage zu den traditionellen Werte-Systemen chinesischer Push-Hands-Meister.

Push-Hands-Meetings

Wurden früher Tuishou-Veranstaltungen wie Seminare, Treffen und sonstige Events nur von chinesischen Taiji-Meistern und ihren internationalen Organisationen durchgeführt, so hat sich dies in den letzten Jahrzehnten deutlich geändert: Heutzutage werden solche Aktivitäten oft von deutschen Anbietern initiiert. Viele organisieren nur jährliche treffs, während der DTB bereits seit dem Jahre 2000 quartalsweise ein Treffen durchführt (bereits über 80 Stand 2020).

Push-Hands-Treffen des DTB in der Region Hannover

Überregionaler Austausch ist vielen Push-Hands-Fans sehr wichtig. Doch die Qualitätsstandards solcher Treffen sind oftmals intransparent. Ganz anders als bei Treffen der "Szene" folgen die DTB-Treffen einheitlichen Richtlinien. Über die vierteljährlichen Treffen in der Nordheide (Region Hannover) gibt es im Internet eine Fülle von Berichten und Chroniken. Artikel kurz (Update): TUISHOU: Push-Hands-Treffen: Vorankündigungen, Termine. Artikel lang (Original): Push Hands (Tuishou): Treffen, Ausbildung, Training. Chronik der Push-Hands-Treffen Region Hannover.

Push-Hands-Foren im Internet

Dabei spielen die modernen Online-Plattformen wie Youtube, Facebook & Co eine führende Rolle. Neben den zahlreichen Vorteilen zeigen sich auch hier die "Abgründe der Alternativen Fakten": Wohl in keinem Taiji-Qigong-Feld findet man im Internet so viele fragwürdige Informationen wie im Tuishou-Segment. Wohl das beste Beispiel für Desinformation sind die Wikipedia-Einträge.

Der Sinn vieler Beiträge in Foren ist offenbar nicht die sachgerechte Information über Push Hands sondern einzig das Errichten phantasievoller Gedankengebäude, die mit Realismus wenig zu tun haben. Die Folge: Sie sagen mehr über die Geisteswelt ihrer Verfasser aus als über die Sache selbst.

DTB-Checkliste für Push-Hands-Lehrer

Der DTB-Dachverband ist bemüht, auch hier die Debatte vom Kopf auf die Füße zu stellen. Seine Methodik dabei sind die Ideologie-Freiheit und der Faktencheck. Gerade Laien haben es schwer bei der Suche nach der "Wahrheit". Hier kann die Lehrer-Checkliste des DTB helfen, weil sie die Hintergründe der "Szene-Tabus" thematisiert und unabhängig von "politischer Korrektheit" informiert.

DTB: Ansprechpartner als Push-Hands-Verband

Der DTB ist dabei der optimale Ansprechpartner, denn Tuishou bildet technisch gesehen ja die Schnittstelle von Tai Chi Chuan (Taijiquan) und Qigong. Und daß das Training der "Inneren Kraft" dabei noch mit einem "anfaßbaren Gegenüber" betrieben wird, steigert bei vielen die Attraktivität. Beim gegenseitigen Testen der eigenen Fähigkeiten vergeht die Zeit wie im Fluge - und unversehens ist die Stunde schon vorbei! Mehr dazu vom DTB-Gründungsmitglied Dr. Stephan Langhoff: Tai-Chi-Qigong-Verband Deutschland.

Regionalgruppen und Netzwerke

Von anfang an war der DTB bestrebt, Push-Hands-Regionalgruppen zu unterstützen. Die Vernetzung stand dabei im Zentrum. Und das Ergebnis der Netzwerker-Commity kann sich sehen lassen: Immer mehr Vor-Ort-Sportangebote folgen den überregionalen Standards des DTB und der im angeschlossenen Vereinen.

Diese Vereinheitlichung fördert Qualität und Transparenz - dies ist um so wichtiger, weil Pushhands sich ja als recht offen erwiesen hat für künstlerischen Ausdruck, Kreativität und Experimentieren. Viele Schulen, Studios und Lehrer betonen diesen "Nebenaspekt" aus DTB-Sicht allerdings oft zu hoch. Siehe auch Tai-Chi-Qigong-Verbände Deutschland.

Partner-Übungen als Krankenkassen-Angebote

Wer sich bei einer DTB-Schule zum Lehrer ausbilden läßt, möchte typischerweise danach auch Kurse anbieten, die von den Krankenkassen finanziell gefördert werden. Dies ist sehr einfach, denn der Service des Dachverbandes stellt seinen Lehrbeauftragten die dafür erforderlichen Standardisierten Konzepte für die ZPP-Zertifizierung zur Verfügung. Bemerkenswert: Sie kann man auch leicht selbst abändern im Hinblick auf Partnerübungen. Entsprechendes gilt für die Kursleiter-Manuale und Teilnehmer-Handouts des DTB.

 kann.

Push-Hands-Online-Kurse

Mit den bereits vor längerer Zeit von Dr. Langhoff publizierten Push-Hands-DVDs haben viele DTB-Lehrer zuhause geübt und anschließend die Drills im Präsenzunterricht mit stetig wechselnden Partnern trainiert. Dafür wurden laufend weitere Onlinekurse zum kostenlosen Download publiziert und Youtube-Kanäle eingerichtet. Mittlerweile auch mit bundesweiter, wissenschaftlicher Lernerfolgskontrolle, sodaß jeder bereits im Vorfeld seine Vorbereitung und seinen Fortschritt richtig einschätzen kann. Vermittelt werden die Tuishou-Varianten der weltbekannten und einschlägig ausgewiesenen Push-Hands-Meister Fu Zhongwen und Yang Zhenduo - beides Lehrer von Dr. Langhoff. Sie beinhalten seit 2019 auch das Push-Hands-Resilienztraining. Freie Downloads: Online-Kurse Pushhands.

Push Hands und Nairiki - sino-japanische Forschungen im DTB

Dr. Langhoffs Artikel über das Push-Hands-Syndrom ist eine sehr umfassende Abhandlung über Tuishou. Die entscheidenden Argumente für Langhoffs Thesen ergaben sich aus der Zusammenarbeit mit Tobin Edward Threadgill. Der Vorsitzende des T-SYR-Weltverbandes leitete eigens einen internationalen Lehrgang für das Tai Chi Zentrum Hamburg und den DTB-Dachverband. Das Thema waren die "Nairiki-No-Gyo (Übungen für Innere Kraft)". Daraus entstanden mehrere Jujutsu-Workgroups für sino-japanische Forschungen. Lehrgangsbericht hier: T. Threadgill in Hamburg.