Push Hands (Tuishou)

Mit dem Thema Push-Hands / Tuishou und seinem erstaunlichen Kraft-Potenzial sind wir mittendrin im Taijiquan und Qigong - und mehr noch: Die im Tuishou fokussiert-gebündelte Explosivkraft der Fajin-Entladung ist ein grundlegendes Wesensmerkmal der "Chinese Internal Martial Arts". Doch um das Tuishou und die Prinzipien chinesischer Kampfkünste ist eine lebhafte Debatte entbrannt, bei der Wunschdenken und Vorurteile oft mehr Menschen anspricht als die nüchternen Fakten. Dabei bestimmen immer noch die "gefühlten Fakten der "Wudang-Shaolin-Kontroverse die Debatten-Kultur in der Tuishou-Community, auf den Push-Hands-Treffen, auf Workshops / Seminaren und in den Socialmedia.

Grund genug für den DTB-Zentralverband, sich einmal ganz ohne Esoterik-Folklore mit diesem spannenden Thema zu befassen.

Dr. Langhoff Tai Chi Anwendung: DalüKürzlich haben sich unter der Ägide des DTB-Zentralverbandes eine Reihe namhafter Tai-Chi-Qigong-Institutionen zu einer Allianz zusammengeschlossen, um ihre Ziele der Förderung und Verbreitung chinesischer Übesysteme aus Kampfkunst, Gesundheit und Meditation noch besser und umfassender realisieren zu können. Auch die Tuishou-Partner-Routinen des Taijiquan können so noch besser unterrichtet werden. Die bisherigen Push-Hands-Treffen (s. a. Push Hands Treffen) während der Seminarwochen in der Nordheide (Region Hannover) können nun durch zusätzliche Curricula erweitert werden. Auch neue Lehr-DVDs wurden erstellt - sie enthalten jetzt auch Fajin-Übungen. Kostenloser Download für DTB-Mitgliedsvereine hier: Push-Hands-Treffen: Tuishou-Downloads. Bereits jetzt ist die Nachfrage deutlich gestiegen - Infos hier unter dem Stichwort Push-Hands-Verband Deutschland. Seminarkalender, Lehrerdatenbank und Zusatztermine künftig hier: Internationale Push-Hands-Treffen Nordheide bei Hannover.

Definitionen

Definitionen wie die in Wikipedia oder in der Esoterik-Kampfkunst lauten oft so: Tuishou bezeichnet eine grundlegende Partnerübung im Taijiquan, wie sie in vergleichbarer Form in anderen Stilen der inneren Kampfkünste vorkommt. Sie werden vom DTB-Dachverband abgelehnt, da sie weder ideologie-frei noch unvoreingenommen sind. Zudem enthalten solche einseitigen Anschauungen zahlreiche Irrtümer. Der DTB hat dazu ein bewährtes Korrektiv entwickelt, das ganz ohne den problematischen "Qi-Begriff" und die "Wudang-Shaolin-Doktrin" auskommt. Siehe dazu: Mängel und Defizite des Pushhands / Tuishou von Yang Chengfu.

Terminologie

Der Verband behandelt "Tuishou" und "Push Hands" wie allgemein üblich als Synonyme. Eine Arbeitsgruppe arbeitet zur Zeit jedoch an einer Differenzierung. Die These: Mit "Tuishou" werden lediglich die Partner-Routinen chinesischer Kampfkünste bezeichnet - de facto also das Tuishou des Taijquan. Mit dem übergreifenden Terminus "Push Hands (Pushing Hands) werden Partner-Formen anderer Kampfkünste bezeichnet - also beispielsweise das "Kakie" des Karate aus Okinawa oder spezielle Techniken des Aikido, Judo oder Jujutsu. Unterschiede gibt es reichlich - aber auch die Gemeinsamkeit, daß sie historisch aus China stammen.

Push-Hands-Partnerübungen (Tuishou)

TUISHOU: Push-Hands-Partnerarbeit im Dt. Taichi-Bund - Dachverband für Taich und Qigong e. V.Was ist "Push Hands"? Wozu dienen die Partnerübungen und wie sind die Wirkungen zu erklären? Diese Fragen werden höchst unterschiedlich beantwortet - je nachdem, wen man fragt. Überall ringt man um de Deutungshoheit und viele Statements sagen mehr über den Urheber aus als über die Sache selbst. Üblicherweise wird Push-Hands-Unterricht von Lehrenden des Tai Chi und Qigong angeboten. Das mag logisch klingen und Sinn machen, aber ihnen fehlt typischerweise der "Blick über den Tellerrand". Angesichts der oft unzureichenden Lehrer-Qualifikationen im Bereich von Partnerübungen wie Tuishou und Dalü wird häufig der Ruf laut nach einer Art "TÜV" eines Verbandes, der qua seines Amtes als "letzte Instanz bei widersprüchlichen Aussagen wirkt. Doch ein solcher Vorschlag ist in der schillernden Push-Hands-Szenerie unrealistisch. Es lohnt sich also, kritisch zu bleiben und nach belegbaren Informationen Ausschau zu halten. Man sollte daher auch beim Thema Tuishou die gängigen Dogmen der Esoterik-Folklore strikt trennen von überprüften Darstellungen wie die des DTB-Dachverbandes, die auf Ideologie-Freiheit und Faktencheck basieren. (Archiv: Push Hands / Tuishou Lernen: Verbände, Grundlagen, Ausbildung. Bildquelle: Tuishou /Pushhands: Treffen, Training, Grundlagen, Strategien).

Verbände-Info Deutschland

Zahlreiche Verbände spielen sich als Hüter des Tuishou auf und beanspruchen Deutungshoheit. Gerade Organisationen chinesischer Familien-Dynastien überbieten sich in Dogmen und romantischen Wushu-Narrativen, die aufgrund ihrer Esoterik-Folklore und ihren Show-Inszenierungen vor dem Faktencheck und der Ideologie-Freiheit des DTB-Dachverbandes keine Glaubwürdigkeit erzeugen. Schließlich sollte Push Hands für die Praktizierenden da sein und nicht für die Organisationen! Angesichts der weitverbreiteten Intransparenzen bleibt für den ernsthaft Interessierten die Frage nach einer "letzten Instanz" und einer Vereinheitlichung von Leitlinien für Lehrerausbildung, Turniere und Schiedsrichter. Auch wird immer deutlicher, daß die herkömmliche Kungfu-Sehweise mit ihrer Deutungshoheit der "Inneren Kampfkünste" die Möglichkeiten einer umfassenden Nutzung von Push Hands paradoxerweise stark einschränkt. /p>

Der DTB-Dachverband nutzt demgegenüber Push-Hands-Programme auch für Resilienz-Training, Fajin-Training und Traning der Inneren Kraft. Den großen Erfolg belegen Langzeit-Evaluationen des DTB.

Die DTB-Bundesvereinigung hat als Zentralverband die in der Szene gängigen Push-Hands-Interpretationen zusammengetragen, analysiert und bewertet. An ihren romantisierend-schwärmerischen Narrativen muß vieles kritisiert werden, weil es oft unrealistisch ist und einer Überprüfung nicht standhält. Viele "Tuishou-Meister" erwarten offenbar ein "Mitspielen" ihrer Partner - diese mögen bitte schön mithelfend zurückspringen. Das Kalkül: Je kooperativer der Schüler sich gibt, desto mehr Glanz fällt auf sie beide. Doch diese Art von "Win-Win-Konstellation" ist der Reputation langfristig höchst abträglich!

Und vieles beruht auf längst widerlegten Vorurteilen und geschönten "Qi-Welten". Die gängige Erzählweise geht typischerweise so oder ähnlich: "Push Hands (chinesisch Tui Shou)" bezeichnet im Tai Chi Chuan (Taijiquan) einen Set von Partnerübungen, die aufbauend auf den Erfahrungen mit der Taiji-Solo-Form die Tai-Chi-Prinzipien praktisch erweitern und erfahrbar machen sollen. Diese "Essentials" bilden die Richtlinien zur Messung von Qualität und Kompetenz im Hinblick auf die Entwicklung "Innerer Kraft". Tuishou gehört daher für viele zum Tai Chi als Innere Kampfkunst. Damit ist unmittelbar das Training des Fajin verbunden. Dieses inhärente Wirkprinzip, bündelt das "Jin (das angewendete Qi)" zur Optimierung des Krafteinsatzes.

Innere Kampfkunst und Unbesiegbarkeit

Tuishou-Training: Yang Chengfu und Sohn Yang ShouchungViele "Experten" behaupten fälschlicherweise, Tuishou gäbe es nur im Chen-Stil-Taijiquan und nur in sogenannten "inneren Kampfkünsten". Und daraus erwächst gleich eine zweite Irrlehre der Szene: Angeblich sei Tuishou eine Vorübung für Taijiquan als Kampfkunst (s. Tai Chi als Innere Kampfkunst). Kein geringerer als Altmeister Yang Chengfu hatte mit Bezug auf de Taiji-Klassiker Taiji als beste Kampfkunst gelobt, von Unbesiegbarkeit geschwärmt und seine modernisierte Familienform als Optimum ausgegeben. Siehe dazu auch die Haltung seines ältesten Sohns Yang Shouchung und sein Buch "Die praktische Seite des Tai Chi Chuan: Anwendungen und Variationen". Auch beim Push-Hands-Thema werden somit all die Defizite und Mängel offenbar, die seriöse Organisationen wie der DTB-Zentralverband der Esoterik-Szene seit langem vorhalten. Lesetipp: Push Hands Tuishou Treffen.

"Lackmustest für Qi-Kraft"?

Angesichts solcher Dogmen und voreingenommener Sehweisen empfiehlt der DTB-Dachverband gerade in der modernen Lehrerausbildung einen "Blick über den Tellerrand" und das Überkommen von gestrigem "Wushu-Ballast". DTB-Ausbilder Dr. Langhoff mahnt: Push-Hands-Tricksereien, Absprachen und "Mitspielerei" sind in der Szene an der Tagesordnung. Wer Tuishou als Kampfkunst-Training und als "Lackmustest für Qi-Kraft" versteht, wird sich schnell und unversehens in einer Sackgasse befinden. Man denke nur an Duelle wie die von Xu Xiadong mit Taiji-Meister Wei Lei - er konnte seine Tuishou-Kenntnisse wie auch seine anderen Kompetenzen in dem nur wenige Sekunden dauernden Match nicht einmal andeuten.

 "Fajin" und "Tuishou (Pushhands)" - die neue gemeinsame Sparte im DTB-Dachverband

Die neue Sparte im DTB-Dachverband heißt "Fajin und Tuishou (Pushhands)". Das Besondere dieser neuen Abteilung, die aus zwei Arbeitskreisen hervorging, ist die übergeordnete Sehweise zu zwei zentralen Fachthemen chinesischer Kampfkünste wie Taijquan. Durch die innovative Zusammenlegung können Gemeinsamkeiten und Unterschiede besser erkannt und genutzt werden. Weiterlesen: Fajin, SUNG-Entspannung, Pushhands.

Die gemeinsame Fajin-Tuishou-Sparte im DTB wurde auch entwickelt, weil es dem Usus chinesischer Kampfkunst - insbesondere dem Taijiquan - entspricht, demzufolge Adepten zu ihrer Vervollkommnung stets beide Disziplinen kombiniert betreiben sollten. Dahinter steht bekanntlich die traditionelle Wudang-Shaolin-Doktrin, derzufolge Taijiquan allen anderen Kampfkünsten überlegen sei und daher unbesiegbar mache. Wer - wie z. B. der DTB-Dachverband - dieses Mantra als unglaubwürdig einstuft, gilt in der folkloristisch geprägten Community natürlich als "Spielverderber".

Nun kürzlich eine herbe Enttäuschung bei den Verfechtern der "Inneren Kampfkunst Taijiquan", als erneut ein Taiji-Meister (Wei Lei, Yang-Stil-Taijiquan) einen Mixed-Martial-Arts-Fighter (Xu Xiaodong) zu einem öffentlichen Duell herausforderte und bereits nach wenigen Sekunden schmählich verlor. Xu hatte Lei zuvor des Betrugs bezichtigt: Er hatte sich, wie das Fernsehen zeigte, Tauben am Arm befestigt und behauptet, sein "Qi" hindere die Tauben am Fliegen.

Was der DTB als weitere Bestätigung seiner These ansah, wurde unter Anhängern des "wahren Taijiquan" nach bekanntem Muster kleingeredet - auch wenn es den Spin-Doktoren diesmal schwerer fiel, da Wei Lei seine Niederlage gegenüber der Presse selbst zugegeben hatte.

Standards

Baei der Verbreitung des Tuishou spielten in der Vergangenheit Push-Hands-Treffen eine wichtige Rolle. Derartige Events förderten Austausch und Training mit wechselnden Partnern Zudem verbreiteten sie Kenntnisse über Tuishou-Varianten der Taiji-Dynastien und ihrer Protagonisten. Standards wurden vorwiegend für Wettbewerbe, Turniere und Meisterschaften entwickelt. Verbindliche Leitlinien sind dabei eher die Ausnahme. Quasi-religiöse Glaubensgruppierungen, Lobby-Verbände und die im DTB-Dachverband zusammengeschlossenen Institutionen sind in ihren Zielen und Anschauungen einfach zu verschieden, als daß gemeinsame Standards realisierbar wären.

Lehrerausbildung

Dachverband DTB bietet Lehrgänge Ausbildung Push Hands (Tuishou)Wer, wenn nicht der DTB-Zentralverband, sollte für korrektes Tuishou eintreten? Die Organisation und die ihr angeschlossenen Institutionen haben gemeinsame Standards für ganz Deutschland entwickelt, die die Richtlinien der bundesweiten Lehrer-Fortbildung garantieren. Diese Arbeitsgrundlage ist ein wertvolles Korrektiv zu Heilslehren und Lobby-Verbänden, die auch das Push Hands für ihre geschönten Weltbilder nutzen. Doch immer mehr ernsthaft Praktizierende erkennen dies frustriert als eine persönliche Sackgasse.

Es ist besonders für Laien schwierig, die für sie passende Schule zu finden. Schon das breitgefächerte Spektrum all dessen, was Tuishou zu bieten hat, erschwert den Blick für das Wesentliche. Große Problem macht auch die Lehrersuche, weil es keine überall anerkannten Qualitätsstandards gibt.

Heilslehren preisen Push-Hands-Unterricht an im Rahmen ihrer "Inneren Kampfkunst Taijiquan" und versprechen höchste Wahrheit inclusive Unbesiegbarkeit. Protagonisten von Lobby-Vereinigungen mixen sich durchweg ihren eigenen Tuishou-Cocktail und präsentieren dies als Weg zu letzten Geheimnissen großer Meister

Fajin - Entladung innerer Kraft in den inneren Kampfkünsten

Fajin lernen mit DTB-Ausbilder Dr. Langhoff: Kerzenstoß mit FajinEng verbunden mit dem Thema "Tuishou" ist das Thema "Fajin". Sucht man nach seriöser Info zum Fajin bzw. zum Fajin-Wirkprinzip, so stößt man nicht immer auf die fundierten, faktencheck-geprüften Aussagen des DTB-Zentralverbandes, sondern man findet ein ganzes Spektrum an Esoterik-Folklore und geschönten Weltsichten von Lobbyisten. Jeder sollte professionell mit diesem Dilemma umgehen können. Mehrere Organisationen haben sich zusammengeschlossen um mit einer innovativen, ideologie-freien Allianz unter Leitung von DTB-Geschäftsführer Dr. Stephan Langhoff hier eine größtmögliche Klärung herbeizuführen. Dieses Projekt ist auch hilfreich bei der Suche nach einem Fajin-Lehrer. Fajin.

DTB-Eventkalender / Planungen / Inhalte

Push-Hands-Treffen 2019: Dalü gemäß Yang Chengfu und Fu Zhongwen

Push-Hands-Treffen 2020: Tuishou-Basics gemäß den Tuishou-DVDs

Push-Hands-Treffen 2021: Tuishou-vertikal, Tuishou-horizontal, Dalü-Varianten.

Seminarkalender: Tai-Chi-Qigong-Seminare für Lehrerausbildung Deutschland

Die DTB-Block-Module werden viermal jährlich angeboten (s. Tuishou Treffen / Ausbildung). Es wurden bereits über 80 Treffen in der Region Hannover durchgeführt und es hat sich eine "Community mit Weitblick" etabliert, die die Partnerübungen ohne Esoterik betreibt. Zum Curriculum gehören auch das Tuishou-Training einschließlich Fajin. Seminarkalender: Tai-Chi-Qigong-Seminare für Lehrerausbildung Deutschland. Die Leitung hat Dr. Stephan Langhoff (s. Push Hands (Tuishou). Ort: Seminar-Zentrum: Hannover Seminare

Lesetipp: Eine wichtige Voraussetzung sei das Training des Fajin. Doku: Dt. Taichi-Bund - Dachverband für Taichi und Qigong e. V. (Sparte/ Sektion Tai Chi Dachverband/ Taijiquan Dachverband Qigong Dachverband): Die "DTB-Lehrerschmiede" informiert.

Quelle: DTB-Doku 2019-Update: "Push Hands (Tuishou): Grundlagen, Ausbildung, Training - Verbände-Info".

Exkurs: Push-Hands-Bericht von Gunnar

Moin, ich heiße Gunnar und bin Krankenpfleger von Beruf. Tai Chi Chuan praktiziere ich seit zwei Jahren bei einer Chinesin, die bei früher bei Meister Yang Zhenji, einem Sohn von Yang Chengfu Unterricht hatte. Das Yang-Stil-Tuishou vermittelt meine Lehrerin nicht, weil die anderen Kursteilnehmer dafür kein Interesse haben. Ich allerdings schon und sie hat mir nach einer Unterrichtsstunde einmal ein paar "Loops" gezeigt. Ich glaube, daß sich Tuishou zum Aggressionsabbau und auch zur Konfliktlösung eignet - und mein Langziel ist es, mit meinen Kollegen eine Gruppe zu bilden.

Ich habe während einer einwöchigen Lehrerfortbildung einen Tag lang als Gast dabei sein dürfen und da haben wir auch Pushing Hands praktiziert. Genau deswegen war ich angereist ins Seminar-Zentrum nahe Hannover; der Leiter Dr. Stephan Langhoff wurde mir von meiner Lehrerin empfohlen und ich hatte vorher schon etwas über ihn im Internet gelesen. Das Zusammensein mit Stephan und seiner Truppe hat mir die Augen geöffnet dafür, daß man Tuishou viel transparenter und mit mehr Lernerfolg betreiben kann, sobald man auf Show-Effekte, Qi-Kult und willfährige Mitspieler verzichtet. Und es war besonders anschaulich, weil wir auch Fajin-Techniken dabei eingesetzt haben.

Herzlichen Dank Stephan - ich werde zunächst mit Deinen Lehr-DVDs üben.

Update: Guest Blogging Dr. Langhoff Zhang Sanfeng, Taijiquan und Pushhands-Partner-Anwendungen

Beim Thema "Tuishou" taucht unvermeidlich die "Graue Eminenz" Zhang Sanfeng auf. Was hat es damit auf sich und ist es einer tieferen Erkenntnis dienlich? Die kurze Antwort lautet "nein".

Ein Teil der Taijiquan-Praktizierenden gehört der "Zhang-Sanfeng-Gemeinde" an. Ihre Gemeinsamkeit ist ihre unkritische Überbewertung von Taiji-Folklore. Dahinter steht das Bemühen, der "Shaolin-Kampfkunst" ihre "Wudang-Kampfkunst" entgegenzustellen und diesem "vagen Phänomen" einzigartige Vorteile zuzuschreiben. Da dies den Blick auf die Realitäten verstellt und zudem leicht widerlegbar ist, distanziere ich mich von solchen Fantasien.

Kurz gesagt beinhalten sie folgendes blumiges Narrativ, das man zur Genüge auch aus ähnlichen Bereichen kennt. Zhang Sanfeng (chinesisch 張三豐 / 张三丰, Pinyin Zhāng Sānfēng, W.-G. Chang San-Feng, ist eine legendäre chinesische Heldengestalt. Einer Legende nach soll er ein daoistischer Mönch gewesen sein, der in den Wudang-Bergen lebte und eine neue Art von Kampfkunst entwickelte - das Taijiquan und dessen Partner-Anwendungen. Diese Tuishou-Routinen folgten einem revolutionären, bis dahin ungekannten Wirkprinzip. Zhang erkannte erstmalig das Prinzip des „weichen Kämpfens“ mit innerer Kraft und leitete daraus die Grundprinzipien der inneren Kampfkünste (內家拳 / 内家拳, Nèijiāquán, kurz Nèijiā) ab. Seine Einsicht gewann Chang Sanfeng, als er eines Tages den Kampf zwischen einer Schlange und einem Kranich beobachtete. Die Schlange wich den harten, schnellen Stößen des Kranichschnabels immer wieder geschickt aus, bis der Kranich erschöpft aufgeben musste. Dies war für Zhang der Beweis, daß "Innere Kraft" auf Flexibilität beruht und "harter Kraft" überlegen ist. Quelle: Zhang Sanfeng.

Push-Hands - ein Artikel von Dr. Langhoff

Der neue Push-Hands-Bericht von Dr. Langhoff ist eine zusammenfassende Beschreibung der "Schiebenden Hände". Dieses bekannteste und wichtigste Taijiquan-Partnertraining" ist traditionell verbrämt mit Wushu-Folklore der chinesischen Taiji-Dynastien. Doch dieser "Qi-Kult" hat in der ideologie-freien Lehrmethodik von Dr. Langhoff keinen Platz. . Die große Nachfrage zeigt den hohen Bedarf an seriöser Information. Dr. Langhoff hat für den DTB-Dachverband bereits über 80 Veranstaltungen in der Region Hannover geleitet. Der Block-Unterricht dauert von montags bis freitags und ist als Bildungurlaub anerkannt. Auf diesen internationalen Treffen wird das ganze Push-Hands-Spektrum stilarten-übergreifend in Theorie und Praxis behandelt. Chronik, Termin-Übersichten und Lehrmaterial zur Vor- und Nachbereitung hier: Internationale Push-Hands-Treffen Region Hannover.