Push Hands - Tuishou-Partnerformen chinesischer Kampfkünste

Mit den Zweier-Übungen des "Push-Hands / Tuishou (Hände-Schieben)" und ihrem unvergleichlichem Potenzial für Innere Kraft (Jin, Neijin) sind wir mittendrin im Tai Chi Chuan (Taijiquan) und Qigong. Die einzigartige Charakteristik dieser ganzheitlichen Übesysteme ist wissenschaftlich gut belegt und in der Tat beeindruckend. Dies motiviert immer mehr Menschen zum Erlernen. Doch hier ist Vorsicht geboten, denn "Anbieter ist nicht gleich Anbieter"! Auf den Prüfstand gestellt, erweist sich vieles in der "Pusher-Szene" als hinderlicher Ballast, der die innere Entwicklung beeinträchtigen kann.

Hier kommt dem Markenkern des Tai-Chi-Qigong-Zentralverbands DTB ein entscheidender Stellenwert zu. Seine Qualitätsstandards basieren auf einem modernen westlichen Berufsbild, welches ein Korrektiv zum "Pushhands-Syndroms" schafft. Siehe dazu die Fachfortbildungen des Yang-Chengfu-Netzwerks Push-Hands-Treffen Hannover. Bei anderen Taijiquan-Qigong-Organisationen sollte man prüfen, ob sie anerkannt sind vom DTB ev, und ob sie die Vorgaben der  ZPP-Richtlinie "DT. STANDARD PRÄVENTION" für Krankenkassen-Kursangebote einhalten.

Tuishou im Tai-Chi-Qigong-Zentralverband DTB

Pushhands-Ausbildung im DTB-Dachverband mit ZPP-PrüfsiegelDieses Training mit einem Partner ist komplementär zum "Taolu (Solo-Formen)". In beiden Sparten geht es um nichts weniger als  um die "Stärkung der Lebenskraft (Vital-Energie)". Bildete das traditionelle Verständnis der Patriarchen früherer Zeiten eine unbestrittene Qi-Domäne unter der Deutungshoheit chinesischer Tai-Chi-Qigong-Meister, so hat sich dies in der heutigen Zeit gewandelt: Das ehemalige Monopol wird nur noch in "inneren Zirkeln" als "Geheimnis" gehütet. Doch jenseits von althergebrachten Kungfu-Dogmen haben die Techniken des "Taiji-zu-Zweit" einen Siegeszug bis in das private und berufliche Alltagsleben angetreten. In den Fokus des Aufmerksamkeit ist dabei die Gesundheitsbildung im allgemeinen und Resilienz-Training von "Soft Skills" im besonderen gerückt.

Durch diesem Trend gewinnen nun wissenschaftliche Normen und Kriterien Enfluß auf die Sparte des chinesischen "Yangsheng (Lebenspflege)". Langzeit-Evaluationen sind vielversprechend. Die erfreuliche Folge für die Öffentlichkeit: Immer mehr Berufsgruppen erkennen den Wert der Übungen für ihre jeweiligen Fachbereiche und setzen sie erfolgreich ein. So gesehen sind Push-Hands-Kurse als Training der Lebenspflege nunmehr fester Bestandteil  u. a. in Therapie und Prävention.

Der DTB als Push-Hands-Verband und Ansprechpartner

Pushhands-Verband DTB ev, veranstaltet internationale Meetings in der Nordheide / HannoverDie obige Entwicklung wurde flankiert von einer großangelegten Verbände-Initiative zu einheitlichen Standards westlicher Erwachsenenbildung. Der DTB-Zentralverband erfüllt diese Normen beispielhaft in Forschung und Lehre. Die gemeinnützige Institution unterstützt diese Ziele tatkräftig und engagiert durch eine Fülle von Maßnahmen der Gesundheitsbildung. In diesem Rahmen wurden seit 2000 bereits über 80 internationale Treffen (jeweils von montags bis freitags) durchgeführt. Entwickelt wurden zudem Krankenkassen-Gesundheitsprogramme mit diesen Partnerformen. Sie sind zpp-anerkannt und ausgezeichnet mit dem bundesweiten Vdek-Prüfsiegel "DEUTSCHER STANDARD PRÄVENTION". Kursteilnehmende bekommen einen großen Teil der Gebühren von ihrer Krankenkasse erstattet. Lehrende können die Kursleiter-Manuale kostenfrei für sich nutzen. Auch die Konzept-Einweisungen sind kostenlos.  So ist es nicht überraschend, daß sich immer mehr Lehrende des Tai Chi und Qigong für die "Klebenden Hände" begeistern.

Push-Hands-Treffen: Seminare mit ZPP-Anerkennung

Push-Hands-Seminare mit DTB-Chefcoach Dr. LanghoffUpdate 2021-2: Treffen zusätzlich zum Training der Vereine und Gruppen: Montags 18.30 -21 Uhr. Freie Push-Hands-Seminare jeden 1. Montag im Monat gleiche Zeit in Hannover (DTB-Distanzierung: Nils Klug, Hannover - Tai Chi Studio).  Update 2021-1: Für eine breitere Akzeptanz des "Taiji-zu-Zweit" als Resilienz-Training stehen die Zeichen seit 2021 gut. Das Krankenkassen-Prüfsiegel "DEUTSCHER STANDARD PRÄVENTION" des GKV-Spitzenverbandes fordert nun die gründliche Beschäftigung mit den Tuishou-Partnerformen inclusive historischer, philosophischer, physiologischer und psychologischer Aspekte. Für viele Schulen und Dozenten sicherlich eine ungewohnte Herausforderung. Aber Dr. Langhoffs Push-Hands-Treffen und die Block-Module des DTB-Verbandes machen das Bestehen der Abschluß-Prüfung zum Kinderspiel. Dafür gibt es eine begleitende Lernkontrolle, Videos und Skripte für die Vor- und Nachbereitung des Präsenz-Unterrichts. Quelle: Push-Hands-Treffen: Seminare im DTB-Verband.

 

TUISHOU: Push Hands Lernen und innere Kraft verstehen

Dr. Langhoff demonstriert Tai-Chi-PartnerübungenTuishou-Lernen ist eine Herausforderung besonderer Art. Das Training ist dynamisch-inspirierend, denn die spiral-förmigen Bewegungsschleifen offenbaren die Prinzipien der Yin-Yang-Philosophie in anfaßbar-praktischer Partner-Arbeit. Zusammen mit der fokussiert-gebündelten Explosivkraft "Fajin" offenbaren die Partner-Formen ein grundlegendes Wesensmerkmal der "Chinese Internal Martial Arts": "Innere Kraft" oder "Unified Strength". Dieser "Turbo" zeigt seine Stärken besonders in den freieren Experimental-Formen (Freies Pushhands / free pushing Hands), den Kampfkunst-Anwendungen und auch der Selbstverteidigung. In der langen Historie haben die Meister besonders für solche Ziele unermüdlich experimentiert, ausprobiert und sich mit anderen Schulen verglichen. Aus heutiger Sicht hat gerade solcher Wettbewerb die Entwicklung zu umfassenderen Potenzialen entscheidend vorangetrieben. Schlüssel-Themen sind stetige Anpassung ("Mitgehen, Haften, Folgen") und die Vermeidung von "Doppel-Gewichtigkeit", also das Setzen von "Kraft gegen Kraft". Quelle: Freies Pushhands.

Moderne Grundlagen-Forschung und Klinische Studien untermauern die traditionellen Erfahrungen der Kampfkunst-Meister. Das Geheimnis: Die zugrunde liegende Yin-Yang-Philosophie setzt in der Anwendung zu zweit nicht Kraft gegen Kraft: Statt "Mehr desselben" begegnet man der Härte des Kontrahenten mit Flexibilität. Dieses Prinzip läßt sich so hochgradig optimieren, daß der Kontrahent gerade durch seine Aggression verliert. Seine vermeintliche Stärke wird ihm zum eigentlichen Problem - und ist keine Lösung. Die Folge: Schaden läßt sich durch den Einsatz solcher "Soft Skills" oft vermeiden.

Update 2021: Pushhands-Unterricht mit Qualitätssiegeln von DTB und ZPP

Pushhands-Angebote mit Qualitätssicherung des DTB-Dachverbands in ganz DeutschlandTai Chi Qigong Ausbildung ZPP-Krankenkassen-ZertifizierungEin Novum und zugleich ein wichtiger Schritt zu mehr Qualitätssicherung: Tuishou-Partner-Übungen sind nun ausgezeichnet mit dem Qualitätssiegel "Geprüfter Lehrer DTB" und dem Vdek-Prüfsiegel "Deutscher Standard Prävention". Diese dualen Güte-Kriterien garantieren Transparenz und Verbraucherschutz. Darüberhinaus bilden sie Synergien durch eine bewährte Ost-West-Synthese des DTB-Verbands. Die Vorgeschichte: In 2020 haben sich mehrere bundesweit tätige Organisationen zusammengeschlossen, um gemeinsam getragene Prävention mit Pushhands-Angeboten deutschlandweit zu fördern und zu verbreiten. Sie kooperieren dabei eng mit den Krankenkassen und der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP). Dazu hat diese innovative Allianz sich hochwertige Standardisierte Konzepte von der ZPP bundesweit anerkennen lassen. Bereits in den ersten Probe-Aktionen war die Nachfrage groß und das Feedback beeindruckend positiv! Nun können DTB-Übungsleiter bei jeder Krankenkassen solche finanziell geförderten Partner-Kurse anbieten. Den Kern dieser attraktiven Gesundheitsförderung bilden Partner-Formen für Innere Kraft / Resilienz mit Faszien-Training aus den DTB-Fachbereichen "Sanshou" und "Yangsheng".

Die DTB-Abgrenzung von "Qi-Welten"

Push-Hands-Verband DTB informiert über Taijiquan-PartnerübungenDie zahlreichen modernen Trends mit ihren unterschiedlichen Formaten schaffen enorme Herausforderungen besonders für Push-Hands-Ausbildungen im Gesundheitssport mit Tai Chi und Qigong. Das Haupt-Problem: Immer mehr Institutionen propagieren Normen, die kontroverser kaum sein könnten. Das Spektrum reicht von wissenschaftlicher Gesundheitsbildung beim DTB-Verband bis hin zum "Szene-Spin" der Heilslehren und Lobby-Vereinigungen. Dadurch ist eine unübersichtliche Gemengelage entstanden - und die Karten werden in unserer schnelllebigen Zeit laufend neu gemischt. In der digitalen Info-Flut erschweren Infotainment und Halb-Wahrheiten den ernsthaft Suchenden ihren Weg. Und vieles beruht auf längst widerlegten Vorurteilen und geschönten "Qi-Welten". Als führender Pushhands-Verband bietet der DTB ev eine seriöse Info-Stelle zu relevanten Fragestellungen.

DTB-Forschungen zeigen, daß im Tuishou - und allgemein in den "Qi-Künsten" Qigong und Taijiquan - vieles weder belegbar noch falsifizierbar ist. Zudem besteht bei vielen Praktizierenden ein Hang zu einseitigen Sehweisen wie etwa den Guru-Heilslehren von Glaubensgemeinschaften mit ihrem Wunschdenken und Dogmen.

Laien gewinnen leicht den fälschlichen Eindruck, Tuishou-Routinen seien ein harmonisches "Taiji-zu-Zweit", bei dem es auf "Spüren", "Folgen" und "Kleben" ankäme. So ist Push Hands in der Öffentlichkeit bekannt geworden als eine Art "Qi-Achtsamkeitstraining". Auch ein Großteil der Lehrenden erliegt dieser Illusion - und verkennt durch solche Vorurteile viel wichtigere Aspekte und Zusammenhänge. Doch erst sie ermöglichen ein tiefergehendes Verständnis.

Die gängigen Narrative in der "Pusher-Szene" mit ihrer "politisch korrekten" Beschränkung auf Tai Chi Chuan (Taijiquan) verzichtet auf den doch so nötigen "Blick über den Tellerrand". Ihre Sehweise: Push Hands (chinesisch Tuishou) bezeichnet im Taijiquan einen Set von Partnerübungen, die aufbauend auf den Erfahrungen mit der Taiji-Solo-Form die Tai-Chi-Prinzipien praktisch erweitern und erfahrbar machen sollen. Diese "Essentials" bilden die Richtlinien zur Messung von Qualität und Kompetenz im Hinblick auf die Entwicklung "Innerer Kraft". Tuishou gehört daher für viele zum Tai Chi Chuan (Taijiquan) als Innere Kampfkunst. Damit ist unmittelbar das Training des Fajin verbunden. Dieses inhärente Wirkprinzip, bündelt das "Jin (das angewendete Qi)" zur Optimierung des Krafteinsatzes am Kontrahenten.

Die Patterns des "Hände-Schiebens" repräsentieren die Prinzipien "Innerer Kampfkunst" in ihrer höchsten Stufe. Sie wurden vor langer Zeit entwickelt, um rohe Kraft mit Flexibilität auszumanövrieren. Unschwer erkennt man, wer dabei Pate gestanden hat: Die Yin-Yang-Philosophie mit dem holistischen Konzept des "Taiji (Äußerstes Prinzip)". Mit diesem Setting gelingt es, auf magisch anmutende Art ausgeklügelte Ganzkörper-Bewegungen zu auszuführen, die zugleich kraftvoll, verbunden und entspannt sind.

Doch ein Blick unter die Oberfläche zeigt: Die Sachlage ist verwickelt und keineswegs so idyllisch, wie man meinen möchte. Zum einen ist durch die Geheimniskrämerei der Dynastien früherer Zeiten bei der Überlieferung von Generation zu Generation viel entscheidendes praktisches Erfahrungswissen verloren gegangen und zum anderen erschweren überkommener Esoterik-Ballast und der Wude-Moralkodex chinesischer Wushu-Stile bis heute das Ausschöpfen der innewohnenden Potenziale. Als Pushhands-Verband bemüht sich der DTB auch hier um entscheidende Verbesserungen.

Das längst widerlegte "Wudang-Shaolin-Narrativ chinesischer Taijiquan-Meister ist Teil des Problems - und nicht der Lösung. Die Kern ist schnell auf den Punkt gebracht - und die Botschaft ihrer Spin-Doktoren ist ebenso naiv wie unlogisch: Es weist den Tuishou-Partnerübungen den Rang einer unbesiegbar machenden Kampfkunst zu, da sie als einzige Wushu-Stilart auf dem oben erwähnten Taiji-Prinzip basiere. Daher seien Sanshou / Sanda zweitrangig und etwas ganz anderes. Aber auch diese Erzählung wird natürlich durch tausendfache Wiederholung nicht wahr. Kein Wunder, daß die ehemalige Strahlkraft und der glanzvolle Nimbus schwinden.

Grund genug für Dr. Langhoff, Chef-Ausbilder des DTB-Zentralverbandes, sich einmal ganz ohne romantisierende Helden-Legenden und Wu-Xia-Literatur mit dem spannenden Thema der "Klebenden Hände" und ihrer angeblichen "Übernatürlichkeit" zu befassen. Seine 50-jährige Erfahrung macht ihn zu einem Ansprechpartner erster Wahl, wenn es darum geht, ideologie-frei und wissenschaftlich Fiktionen von Fakten zu trennen. Das Novum: Langhoff kommt dabei auf seinen Pushhands-Seminaren ganz ohne den traditionellen chinesischen "Qi-Begriff" aus. Seinen Konzepten der Pushhands-Ausbildung wurde 2021 die ZPP-Auszeichnung "Dt. Standard Prävention" für Krankenkassen-Kurse verliehen.

Push Hands im DTB-Verband

Doch um das "Hände-Schieben" und die inhärenten Taiji-Prinzipien des chinesischen Wushu ist eine lebhafte Grundlagen-Diskussion entbrannt - und es ist nun entgültig Schluß mit der vormals gemütlichen Idylle.

Die eine Denkrichtung hängt weiterhin dieser Utopie an, bei der Wunschdenken und Vorurteile die Menschen oft mehr anspricht als die nüchternen Fakten - und das ist im chinesischen Kungfu ja nicht gerade ein Novum. Für viele Praktizierende hat auch heutzutage der Ballast von Mystik und Magie einen hohen Stellenwert. Hierbei bestimmen immer noch die "gefühlten Fakten der "Wudang-Shaolin-Kontroverse die Debatten-Kultur in der bundesdeutschen Tuishou-Community, auf den Push-Hands-Treffen, auf Workshops / Seminaren und in den Socialmedia. Das phantasievolle Narrativ: Taichi-Pushhands ist als einzigartige "innere Kampfkunst" mit ihrem "Qi-Monopol" allen anderen Stilarten überlegen.

Das für westliche Erwachsenenbildung notwendige Korrektiv liefert der DTB-Zentralverband. Kürzlich haben sich unter seiner Ägide eine Reihe namhafter Tai-Chi-Qigong-Institutionen zu einer deutschland-weiten Instruktoren-Allianz zusammengeschlossen, um ihre Ziele der Förderung und Verbreitung chinesischer Übesysteme aus Kampfkunst, Gesundheit und Meditation noch besser und umfassender realisieren zu können. Dreh- und Angelpunkt ist der Gesundheitssport. Die Initiative schafft ein Korrektiv zur Gedankenwelt des Mainstreams mit ihren "gefühlten Fakten" und ihrer Beliebigkeit.

Auch die Tuishou-Partner-Routinen des Tai Chi Chuan (Taijiquan) können so noch effektiver unterrichtet werden. Die bisherigen Pushhands-Seminartreffen während der Intensiv-Wochen in der Nordheide (Region Hannover) werden nun durch zusätzliche Curricula erweitert. Auch neue Lehr-DVDs für Selbststudium und Online-Kurse wurden erstellt - sie enthalten jetzt auch hoch-professionelle Fajin-Übungen von DTB-Chefausbilder Dr. Langhoff. Kostenloser Download für DTB-Mitgliedsvereine hier: Push-Hands-Ausbildung in Deutschland: Treffen, Lernen, Online-Kurse. All dies wird zu einem steigenden Interesse am Pushhands-Lernen und zu besser qualifizierten Lehrenden führen.

Welche Menschen sind angesprochen?

Die Frage, wer sich eigentlich für chinesische Partnerübungen interessiert, ist aufgrund fehlender belegbarer Statistiken nicht wirklich seriös zu beantworten. Aber eins ist klar: Es gibt keine "typischen Zielgruppen" für Push Hands. Der DTB-Verband rät: Bei Analysen und Projekten sollte man genau hinschauen und differenzieren.

in Ziel des DTB ist es, über den Gesundheitssport hinaus weitere zusätzliche Zielgruppen für das Tuishou zu erschließen und ihnen bundesweit eine qualifizierte Aus- und Fortbildung zu bieten. Etappenziele sind dabei schon erreicht: Es ist dem Verband über die Jahre gelungen, immer mehr Menschen für das Formt solcher Partner-Formen zu begeistern. Besonders sein Online-Forum bietet hier eine gern genutzte Plattform. Diese Initiative aller angeschlossenen Vereine, Arbeitskreise und Gruppen schafft eine "Community mit Weitblick".

In Zusammenarbeit mit der ZPP und mit deren Prüfsiegel "Dt. Standard Prävention" bietet der DTB seit 2020 bundesweit kassen-anerkannte Kursangebote. Sie sind gleichermaßen geeignet für jüngere und ältere Menschen. Kurse wurden bereits in Senioren-Wohnheimen und in Schulen auf Projektwochen durchgeführt. Als vielversprechend haben sich in klinischen Studien auch Selbstbehauptungskurse für Frauen und Mädchen gezeigt.

Schon immer fühlten sich besonders junge Menschen vom "Händeschieben" angezogen - nicht zuletzt ja von seinem Wudang-Mantra der Unbesiegbarkeit. Ihr Vertrauen in die Techniken ihrer Lehrmeister führte zwar nicht zu einer "selbsterfüllenden Prophezeihung" aber zu einem "Mitspielen" selbst bei Anwendungen, die nicht funktionieren (!). Doch die einstige Attraktivität solcher "Inszenierungen" schwindet allmählich und die Kritikfähigkeit dieser Klientel ist über die Zeit signifikant gewachsen - nicht zuletzt durch die Aufklärung des DTB-Dachverbandes.

Die Frage nach weiteren Tuishou-Zielgruppen hat zu Zeiten von Covid-19 merklich an Fahrt aufgenommen. Der deutschland-weite Trend geht ja seit geraumer Zeit weg von den Kampfkunst-zentrierten Schwärmereien vornehmlich jüngerer Adepten hin zu kommunikativen Ebenen des privaten und beruflichen Miteinanders. Diese früher oft übersehene zwischenmenschliche Ebene fokussiert auf "Soft Skills" im "Hier und Jetzt". Hier spielen Resilienz-Training und Burnout-Snydrom eine wichtige Rolle. Therapie und Prävention können hier eine Einheit mit vielfältigen Synergie-Effekten bilden.

Ein wachsendes Interesse findet man auch unter Angehörigen weiterer Berufsgruppen wie Psychologen, Trainer / Coaching, Physiologen, Medizinern und Pflegeberufen allgemein. Hier geht es vornehmlich Antiaggressions-Training, Stress-Abbau und natürlich um die Yin-Yang-Philosophie, Balance und Austausch.

Chinesische Push-Hands-Meister

Anders als viele Push-Hands-Lehrende ist der DTB-Verband keiner chinesischen Wushu-Dynastie zu Loyalität und Gehorsam verpflichtet. Er vertritt ein modernes westliches Lehrerprofil, in dem es um "Wissen-Wollen" geht und nicht um rückwärts-gewandtes "Glauben-Müssen". Was es damit auf sich hat, wird in der "Pusher-Szene" häufig tabuisiert und erinnert an "Des Kaisers neue Kleider".

Die traditionellen Anforderungen an das chinesische "Tuishou" sind festgelegt in alten überlieferten Schriften. Dazu gehören die "Tai-Chi-Klassiker". Wenngleich sie sehr unterschiedlich ausgelegt werden, so haben sie doch als übergreifendes Merkmal die Heilslehre einer "Erleuchtungs-Philosophie", die klar erkennbar ist an dem Begriff "Taiji (höchste Wahrheit)".

Der "rote Faden" dieser Schriften ist esoterisch-romantische Abgrenzung von dem was sie "äußere Kampfkünste" nennen. Im Rahmen dieser "Quasi-Religiosität" kommt der Meister-Graduierung natürlich eine Schlüsselrolle zu - ähnlich wie im gesamten Wushu / Kungfu. Video-Mitschnitte dokumentieren, daß heutige chinesische Pushhands-Meister für Duelle schlecht gewappnet sind.

Auch heute noch gelten die Partnerübungen des Taijiquan vielen Praktizierenden als Schlüssel-Einstieg in die "Innere Kampfkunst" - und die soll ja bekanntlich unbesiegbar machen. In Legenden und Erzählungen geht es typischerweise um geheimnisvolle Spezial-Kampfkunst-Techniken chinesischer Push-Hands-Meister.

Freies Push Hands

Bekanntlich lassen sich die Bewegungsmuster der Partnerübungen auch frei gestalten. Beim "Freien Push Hands" wird experimentiert und improvisiert, um die eigenen Möglichkeiten auf spontane Art auszutesten. So wird die Anwendung der Taiji-Prinzipien auf eine neue Stufe gehoben, bei der es noch mehr als bei den Basis-Übungen ankommt auf Reaktion, Lockerheit und blitzschnelles "Umdisponieren". Besonders motivierend für viele: Bei diesen Freien Formen kann man den Einsatz von Finten und Täuschungen gut einüben, um auch gegen bessere Kontrahenten zu siegen.

Einen ersten Einblick in "Free Fight" lassen die Duelle chinesischer Taiji-Meister erahnen, die ja der Überzeugung sind, ihre Techniken seien durch "Qi-Einsatz" effektiver als die "externen Kampfkünste". Diese spektakulären Herausforderungen, z. B. durch Mixed-Martial-Arts-Fighter Xu Xiaodong, enden stets mit der Niederlage der Taiji-Meister. So kann "Free Pushhands" auch zur besseren Selbsteinschätzung beitragen, indem es ganz realistisch die eigenen Grenzen aufzeigt.

Freies Pushhands: Termine und Treffen

Update: Zusätzlich zum Training der Vereine und Gruppen: Montags 18.30 -21 Uhr. Freie Push-Hands-Seminare jeden 1. Montag im Monat gleiche Zeit.

Sanda /Sanshou und Tuishou

Die in der Taiji-Szene üblichen eng-gefaßten Pushhands-Sehweisen postulieren eine klare Abgrenzung des Tuishou vom "San Shou (散手, Freihand)". Diesem Irrtum folgt auch der betreffende Wiki-Eintrag.

Vielmehr läßt sich bei dieser Kampf-Sparte und der Art des Kämpfens sehr klar erkennen, daß die Entweder-Oder-Zweiteilung in "Innere Kampfkunst (Wudang-Schulen)"  und "Äußere Kampfkunst" (Shaolin-Schulen)" ein Vorurteil darstellt, das der politischen Korrektheit geschuldet ist. Der von den "Spin-Doktoren" propagierte Gegensatz von Tuishou und Sanda ist nicht zielführend - und mit der Realität hat diese Propaganda nichts zu tun.

Von einer übergreifenden Warte aus lassen sich die angeblichen Gegensätze leicht erkennen als zwei Seiten einer Medaille. Es liegen unterschiedliche Strategien der Initiative zugrunde: Das im Tuishou geforderte "Nachgeben" und "Folgen" benötigt die Initiative des Kontrahenten und beinhaltet ein Reagieren darauf. Sanshou ist dazu komplementär aber kein Gegensatz. Die Verkennung dieser Yin-Yang-Zusammenspiels führt zu zahlreichen weiteren Fehleinschätzungen in der "Taiji-Szene".

"Sanshou" ist ein formloses Nahkampf-System, das aus der Tradition chinesischer Kampftechniken (Wushu, Kungfu) entwickelt wurde. Genau wie das "Tuishou / Pushhands" ist das "Freihand" eine wichtige grundlegende Partnerübung für den Zweikampf. Im modernen Wushu spricht man meist von Sanda (散打, Freikampf). In diesem Kampfsport-Stil sind viele Aspekte einheimischer Verteidigungs- und Kampfkunst-Elemente enthalten - beispielsweise das "Shuaijiao (Ringen). Integriert wurden zudem Techniken der Mixed-Martial-Arts. Diese "Internationalisierung" nimmt stetig zu - und trifft offenbar den Geschmack des Publikums.

Wettkämpfe im Sanda

Pate gestanden haben dabei u. a. Judo und Karate. Sanda teilt mit den japanischen Kampfsport-Systemen die moderne Entwicklung hin zu einfachen, effektiven und leicht erlernbaren Techniken, weil sie eine größere Wahrscheinlichkeit zum Siegen mit sich bringen. Der Nachteil dieses Trends: Viele traditionelle Techniken werden weniger trainiert und gehen langfristig verloren.

Ist Freies Push Hands / Sanshou / Sanda schon Selbstverteidigung?

Dies ist eine gute Frage, die oft gestellt wird und die Antwort ist ein klares "Nein". Anders als im Kampfsport folgt das freie Kämpfen in der Selbstverteidigung natürlich ganz anderen Regeln als das "Taiji-Zu-Zweit". Klare Absprachen gibt es ja nicht.

Innere Kampfkunst und angebliche "Unbesiegbarkeit"

Tuishou-Training: Yang Chengfu und Sohn Yang ShouchungViele "Experten" behaupten fälschlicherweise, Tuishou gäbe es nur im Chen-Stil-Taijiquan und nur in sogenannten "inneren Kampfkünsten". Und daraus erwächst gleich eine zweite Irrlehre der Szene: Angeblich sei Tuishou eine Vorübung für Taijiquan als Kampfkunst (s. Tai Chi als Innere Kampfkunst). Kein geringerer als Altmeister Yang Chengfu hatte mit Bezug auf de Taiji-Klassiker Taiji als beste Kampfkunst gelobt, von Unbesiegbarkeit geschwärmt und seine modernisierte Familienform als Optimum ausgegeben. Siehe dazu auch die Haltung seines ältesten Sohns Yang Shouchung und sein Buch "Die praktische Seite des Tai Chi Chuan: Anwendungen und Variationen". Auch beim Push-Hands-Thema werden somit all die Defizite und Mängel offenbar, die seriöse Organisationen wie der DTB-Zentralverband der Esoterik-Szene seit langem vorhalten. Lesetipp: Push Hands Ausbildung, Tuishou Treffen.

"Lackmustest für Qi-Kraft"?

Angesichts solcher Dogmen und voreingenommener Sehweisen empfiehlt der DTB-Dachverband gerade in der modernen Lehrerausbildung einen "Blick über den Tellerrand" und das Überkommen von gestrigem "Wushu-Ballast". DTB-Ausbilder Dr. Langhoff mahnt: Push-Hands-Tricksereien, Absprachen und "Mitspielerei" sind in der Szene an der Tagesordnung. Wer Tuishou als Kampfkunst-Training und als "Lackmustest für Qi-Kraft" versteht, wird sich schnell und unversehens in einer Sackgasse befinden. Man denke nur an Duelle wie die von Xu Xiadong mit Taiji-Meister Wei Lei - er konnte seine Tuishou-Kenntnisse wie auch seine anderen Kompetenzen in dem nur wenige Sekunden dauernden Match nicht einmal andeuten.

Vorankündigung Studie

Bericht von DTB-Lehrer Dennis über seine neue Studie zum Einsatz von Partner-Übungen in Kindertagesstätten Fachkliniken / Krankenhäuser, Gesundheitszentren. Der engagierte Altenpfleger leitet eine Selbsthilfegruppe in Berlin und entwickelt zur Zeit Corona-Online-Programme.

Einkommen von Push-Hands-Kursleitern

Was verdient nun ein Push-Hands-Lehrer oder ein Übungsleiter? Das Honorar ist je nach Region unterschiedlich aber typischerweise vergleichbar mit der Vergütung für Taiji-Qigong-Lehrer. Viele Lehrer verlangen allerdings einen höheren Stundensatz, weil sie ja oft nicht nur als Kursleiter sondern zusätzlich als Partner fungieren müssen. Kurse mit ZPP-anerkannten Partner-Konzepten wie die des DTB können höhere Einnahmen erzielen. Quelle: Kursleiter-Doku des DTB 2021.

Push Hands Lernen für Gesundheitsbildung

 Der DTB-Verband bietet wohl deutschland-weit die einzige Tuishou-Ausbildung mit ZPP-Zertifizierung - und das paßt gut in eine Zeit, in der das Bedürfnis nach Resilienz und innerer Stärke zunimmt. Wissenschaftliche Grundlagen-Forschung und klinische Studien belegen den Wert fernöstlicher Übungen. Vor dem Hintergrund der Kosten-Explosion im Gesundheitswesen kann der Verband mit seinen angeschlossenen Vereinen und Partnern auch hier einen Beitrag leisten.

Die Dach-Organisation sieht es als ein gutes Omen an, daß nun auch namhafte Institutionen der Gesundheitsbildung Kenntnisse über das "Hände-Schieben" in der Tai-Chi-Lehrerausbildung voraussetzen. Schon immer hat der DTB-Spitzenverband dafür plädiert, daß die Systematik der Partner-Übungen Aufnahme finden soll in den Vdek-Kriterien-Katalog für die ZPP-Zertifizierung: Erstmalig ab 2021 ist das Thema "Partnerübungen" verbindlicher Bestandteil der ZPP-Standards für Krankenkassen-Kurse (DEUTSCHER STANDARD PRÄVENTION). Lehrende, die sich künftig für Krankenkassen-Kurse qualifizieren möchten, müssen entsprechende Kenntnisse in einer Abschlußprüfung nachweisen.

Bezeichnend für die modernisierte wissenschaftlich-medizinische ZPP-Ausrichtung: Auf den in der Szene so zentralen "Qi-Begriff" verzichten die GKV-Experten vollständig. Vielmehr geht es um Naturwissenschaft, Grundlagen-Forschung, philosophisch-historische, psychologische und pädagogische Kompetenzen der Lehrer-In-Spe.

Für das ZPP-Prüfsiegel "DEUTSCHER STANDARD PRÄVENTION" ist der DTB anerkannt mit vier Konzepten, die sein zeitgemäßes Berufsprofil widerspiegeln. Die Ausbildung erfolgt in berufsbegleitenden modularisierten Blöcken (montags bis freitags). Parallel wird im Heimstudium gelernt. Quelle: "DTB-Modulhandbuch C2-4).

Preiswerte Push-Hands-Ausbildung in ganz Deutschland

Als bundesweit arbeitender Pushhands-Verband mit wissenschaftlicher Basis propagiert der DTB ev ein modernes Lehrer-Berufsbild nach den Standards westlicher Erwachsenenbildung. Der Verband hat dabei vielfältige Möglichkeiten, auch Menschen mit niedrigem Einkommen eine fundierte Ausbildung anzubieten. Zusätzlich zur Ratenzahlung bestehen auch finanzielle Förderungen unterschiedlicher Art.

Push-Hands-Ausbildung 2021 - das neue Curriculum

Parallel zum geänderten Vdek-Leitfaden für Kassen-Zulassung treten auch Änderungen im DTB-Curriculum in Kraft. Die Tuishou-Partnerübungen sind jetzt integriert in die Sparte "Philosophie des Ostens". Deren übergreifendes Lernziel lautet "Grundlagen der Inneren Kraft". Dabei wird die östliche Sehweise inclusive Historie und Kultur theoretisch und praktisch vermittelt. In diese neue Sparte wurden zusätzlich integriert "Die zehn Tai-Chi-Prinzipien nach Yang Chengfu" und "Stille-Übungen ohne Bewegung". Mit den drei dazugehörigen Lehr-DVDs kann der Präsenz-Unterricht zunächst zuhause im Selbststudium vorbereitet und hinterher nachbereitet werden. Viele Lektionen sind kostenlos downloadbar und ermöglichen so eine Art "Probe-Ausbildung".

Push-Hands-Ausbildung liegt im Trend

 Bereits jetzt ist die Nutzung von Übe-Programmen und Anleitungen deutlich gestiegen. Der Verband bietet freie Anti-Agressionskurse für Kinder und Jugendliche. Auch Pushhands-Online-Kurse sind heutzutage besonders gefragt - Infos hier unter dem Stichwort Push-Hands-Verband Deutschland. Seminarkalender, Lehrerdatenbank und Zusatztermine künftig hier: Internationale Push-Hands-Treffen Nordheide bei Hannover.

Gerade zu Corona-Zeiten steigt die Nachfrage nach Fernkursen allgemein und Übe-Verfahren, die Resilienz, Zuversicht und Selbstvertrauen stärken können im besonderen. Hier empfehlen sich auch die Partner-Formen des Tai Chi Chuan (Taijiquan) und Qigong.

Insbesondere die freien Pushhands-Formen (free pushing Hands patterns) bleiben auch nach langem Üben eine stetige Herausforderung: Sie reflektieren spannende Funktionsweisen und Strategien menschlicher Interaktion im Hier und Jetzt.

Weiterbildung mit modernem DTB-Berufsbild und WB-Prüfsiegel

Sie können sich vom DTB-Ausbilder Dr. Stephan Langhoff ausbilden lassen zum Lehrer für Push Hands, Qigong und Tai Chi Chuan (Taijiquan). Der promovierte Dan-Träger sagt: Meine Ausbildungen weisen etliche Besonderheiten auf, die man woanders so nicht findet. Zugute kommen ihm bei seiner Tätigkeit u. a. seine 50-jährige Erfahrung, die Infos seiner chinesischen Push-Hands-Meister sowie seine Funktion als Ausbilder im DTB-Spitzenverband. Zur Lehrerausbildung gehört auch die Thematik eines modernen Berufsbildes und der Kompetenzprofile. Während Meister chinesischer Organisationen traditionelle Berufsbilder vermitteln, orientieren sich Dr. Langhoffs Vorstellungen präzise an den Anforderungen westlicher Erwachsenenbildung. Zu seinem Markenkern gehören u. a. diese Highlights: Kampfkunst-Erfahrung, Vertrautheit mit "Martial-Arts-Internals" und Prüfsiegel Weiterbildung Hamburg!

Zudem kann man vor der Anmeldung mit Push-Hands-Online-Kursen zur Probe üben und die Partner-Drills unverbindlich ausprobieren. Die Kosten meiner Ausbildungen sind ausgesprochen niedrig - und sie enthalten keinerlei "gestückelte, versteckte Kosten". Es gibt Rabatt-Preise für drei Wochen und sechs Wochen inclusive DVDs.

Pushhands-Online-Kurse

Heutzutage sind Lehrvideos wie DVDs oder Online-Lektionen auch im Bereich von Kampfsport-Arten ein exzellentes Format, um ohne Partner zu trainieren. Die Pushhands-Online-Kurse des DTB-Dachverbands sind  sowohl für Anfänger geeignet als auch für Fortgeschrittene. Sie enthalten alle Lektionen, die mit dem Vdek-Prüfsiegel "DT. STANDARD PRÄVENTION" ausgezeichnet wurden und folgen den ZPP-Leitlinien (s. Modulhandbuch C4).

Lehrerausbildung und Standards

Dachverband DTB bietet Lehrgänge Ausbildung Push Hands (Tuishou)Wer, wenn nicht der DTB-Zentralverband, sollte für korrektes Tuishou eintreten? Die Organisation und die ihr angeschlossenen Institutionen haben gemeinsame Standards für ganz Deutschland entwickelt, die die Richtlinien der bundesweiten Lehrer-Fortbildung garantieren. Diese Arbeitsgrundlage ist ein wertvolles Korrektiv zu Heilslehren und Lobby-Verbänden, die auch das Push Hands für ihre geschönten Weltbilder nutzen. Doch immer mehr ernsthaft Praktizierende erkennen dies frustriert als eine persönliche Sackgasse.

Es ist besonders für Laien schwierig, die für sie passende Schule zu finden. Schon das breitgefächerte Spektrum all dessen, was Tuishou zu bieten hat, erschwert den Blick für das Wesentliche. Große Problem macht auch die Lehrersuche, weil es keine überall anerkannten Qualitätsstandards gibt.

Heilslehren preisen Push-Hands-Unterricht an im Rahmen ihrer "Inneren Kampfkunst Taijiquan" und versprechen höchste Wahrheit inclusive Unbesiegbarkeit. Protagonisten von Lobby-Vereinigungen mixen sich durchweg ihren eigenen Tuishou-Cocktail und präsentieren dies als Weg zu letzten Geheimnissen großer Meister.

Den anderen kennen und die eigene Absicht verbergen ...

Bei vielen beliebt sind die modernen trendigen "freien Experimental-Formen", die Aspekte der zwischenmenschlichen Kommunikation in den Mittelpunkt stellen. Dieses "achtsame Spüren" bei den Berührungen der Partner ist zwar eine zentrale Charakteristik der "klebenden Hände", aber sie sollte im traditionellen Nahkampf nur eine Einbahnstraße sein: Es ging darum, die Absichten des Kontrahenten im Vorwege zu fühlen (intuitiv zu erahnen) und ihm andererseits über die eigenen Intentionen im Unklaren zu lassen! Höchstes Ziel war es, diese "geisterhafte Kompetenz" zu perfektionieren. Es galt die Wushu-Erkenntnis: Kennst Du dich selbst und den Gegner, so wirst Du siegen. Möchte jemand die höheren Stufen des "Freien Pushhands" studieren, so sollte er dies stets bedenken.

Auf der Suche nach einer sachgerechten Push-Hands-Definition

Den Pushhands-Ausbildungen des DTB liegt eine spezielle Definition zugrunde. Begriffsbestimmungen wie die in Wikipedia oder in der Esoterik-Kampfkunst basieren typischerweise auf eng-gefaßten Interpretationen chinesischer Push-Hands-Meister. Sie kaum mehr als "Ad-Hoc-Bastellösungen" und bieten in ihrer politischen Korrektheit keinerlei Anregungen für Menschen, die gewohnt sind "über den Tellerrand zu blicken".

solche Auslegungen lauten oft so: Tuishou bezeichnet eine grundlegende Partnerübung im Taijiquan, wie sie in vergleichbarer Form in anderen Stilen der inneren Kampfkünste vorkommt. Sie sind jedoch weder ideologie-frei noch unvoreingenommen. Zudem enthalten solche einseitigen Anschauungen zahlreiche Irrtümer. Der DTB hat dazu ein an den Fakten ausgerichtetes Korrektiv entwickelt, das ganz ohne den problematischen "Qi-Begriff" und die "Wudang-Shaolin-Doktrin" auskommt.

Die Tuishou-Pushhands-Definition des DTB-Dachverbandes inclusive der Synonyme ("Schiebende Hände", "Klebende Hände", "Schlagende Hände", "Fühlende Hände" und "Zerstreuende Hände") lautet demgegenüber so:

 "Tuishou (chin. 推手, Hände-Schieben, international Push Hands)" ist der Fachbegriff für Partner-Übungen "Innerer Kampfkunst (内家, Neijia)". Ihre "Internals" sind in Asien weitverbreitet. Sie beruhen auf "Taiji (太極, Äußerstes Prinzip, Yin-Yang-Einheit)" und umfassen weit mehr als "Taijiquan & Co".

Siehe dazu auch: Mängel und Defizite des href="http://www.yang-chengfu.de/tuishou.html" title="http://www.yang-chengfu.de/tuishou.html"> Pushhands / Tuishou von Yang Chengfu.

Terminologie

Der Verband behandelt "Tuishou" und "Push Hands" wie allgemein üblich als Synonyme. Doch die Vagheit und Unspezifiziertheit behindert klare Aussagen. Daher arbeitet eine DTB-Arbeitsgruppe zur Zeit engagiert an einer Differenzierung für präzise Definitionen aufgrund historisch-technischer Kriterien. Die These: Mit "Tuishou" werden lediglich die Partner-Routinen chinesischer Kampfkünste bezeichnet - sie referenzieren de facto also nur auf das Tuishou des "Taijquan & Co" der Pusher-Szene. Dagegen werden mit dem übergreifenden Terminus "Push Hands (Pushing Hands) die zahlreichen Partner-Formen anderer Kampfkünste bezeichnet - also beispielsweise das "Kakie" des Goju-Karate aus Okinawa oder spezielle Techniken des Aikido, Judo oder Jujutsu (s. Nairiki-Kata). Unterschiede gibt es reichlich - aber auch die Gemeinsamkeit, daß viele ursprünglich aus China stammen.

Taiji-Qigong-Sekten - Abgrenzung und Teilnehmerschutz

Weltweit haben Heilslehren großen Einfluß auf das Tuishou. Deren Protagonisten beziehen sich auf historisch-traditionelle Hintergründe. Ihre Vorstellungen von Loyalität und Wude-Moralkodex stehen im eklatanten Widerspruch zu den Standards westlicher Erwachsenenbildung. Daher legt der DTB Wert auf Transparenz und Abgrenzung. Sein neuestes Etappenziel ist die bundesweite Auszeichnung seiner Tuishou-Programme mit dem ZPP-Prüfsiegel "DEUTSCHER STANDARD PRÄVENTION" 2020 / 2021. Diese Qualifikation ist um so wichtiger vor dem Hintergrund von Taijiquan-Qigong-Lobbyisten und "Prüfsiegeln".

Push-Hands-Partnerübungen (Tuishou)

TUISHOU: Push-Hands-Partnerarbeit im Dt. Taichi-Bund - Dachverband für Taich und Qigong e. V.Was ist "Push Hands"? Wozu dienen die Partnerübungen und wie sind die Wirkungen zu erklären? Diese Fragen werden höchst unterschiedlich beantwortet - je nachdem, wen man fragt. Überall ringt man um de Deutungshoheit und viele Statements sagen mehr über den Urheber aus als über die Sache selbst. Üblicherweise wird Push-Hands-Unterricht von Lehrenden des Tai Chi und Qigong angeboten. Das mag logisch klingen und Sinn machen, aber ihnen fehlt typischerweise der "Blick über den Tellerrand". Ihr Verständnis der Partnerübungen ist leider viel zu eng-gefaßt. Angesichts der oft unzureichenden Lehrer-Qualifikationen im Bereich von Partnerübungen wie Tuishou und Dalü wird häufig der Ruf laut nach einer Art "TÜV" eines Verbandes, der qua seines Amtes als "letzte Instanz bei widersprüchlichen Aussagen wirkt. Doch ein solcher Vorschlag ist in der schillernden Push-Hands-Szenerie unrealistisch. Es lohnt sich also, kritisch zu bleiben und nach belegbaren Informationen Ausschau zu halten. Man sollte daher auch beim Thema Tuishou die gängigen Dogmen der Esoterik-Folklore strikt trennen von überprüften Darstellungen wie die des DTB-Dachverbandes, die auf Ideologie-Freiheit und Faktencheck basieren. (Archiv: Push Hands / Tuishou Lernen: Verbände, Grundlagen, Ausbildung. Bildquelle: Tuishou /Pushhands: Treffen, Training, Grundlagen, Strategien).

Push Hands lernen

Vorbemerkung zur Lehrer-Ausbildung im DTB-Verband: Partner-Übungen des Tai Chi und Qigong sind seit 2021 auch aufgeführt im Kriterien-Katalog des GKV-Spitzenverbandes für Anbieter von Krankenkassen-Kursen. Der DTB hat sich bereits im Vorweg bundesweit gültige Standardisierte Konzepte anerkennen lassen. Stundenverlaufspläne beschreiben die Pädagogik (Methodik und Didaktik) sowie psychologische Aspekte. Grundlagenforschung und klinische Studien belegen positive Auswirkungen.

DTB-Coach Dr. Langhoff beschreibt die wichtigsten Details zum Thema Push Hands lernen. Er rät bereits Anfängern, sich mit dem "Hände-Schieben" zu beschäftigen und dabei vier Schritte zu berücksichtigen. Sich mit der Yin-Yang-Philosophie zu befassen erleichtert das richtige Grund-Verständnis für die "anfaßbare Praxis" der Körper-Arbeit mit Partnern.

Der Dan-Träger priorisiert Resilienz-Training mit Alltags-Transfer. Seine Lehrmethodik beruht auf den DTB-Modulhandbuch C4 (Push Hands Lernen Meister-Klasse"). Fünf Jahrzehnte Erfahrung mit östlichen Partner-Formen weisen ihn als Experten aus.

1. Schritt: Wahl des passenden Lehrers (z. B. DTB-Fachkraft, DTB-Schule)

2. Schritt: Absolvieren des Heimstudiums (Lehr-DVDs, Online-Kurse, Skype-Unterricht)

3. Schritt: Präsenz-Seminare / Treffen, Prüfung, Zertifizierung

4. Schritt: ZPP-Zulassung für DTB-Konzepte Partnerübungen

Anmerkung zur Historie: In früheren Zeiten waren Kampfkünstler wesentlich besser ausgebildet in den Techniken ihrer Partner-Formen, weil ihnen ungleich mehr Wissen und Erfahrung zur Verfügung stand. Und je mehr sie trainiert waren, desto größer waren ihre Chancen, im Kampf zu überleben. Über die Zeit ist viel Wissen und Erfahrung verloren gegangen. Quelle: Dr. Langhoff über Push Hands lernen. Telefonische Beratung durch Dr. Langhoff unter 040 2102123.

Verbände-Info zur Pushhands-Methodik

Zahlreiche Verbände spielen sich als Hüter des Tuishou auf und beanspruchen Deutungshoheit. Gerade Organisationen chinesischer Familien-Dynastien überbieten sich in Dogmen und romantischen Wushu-Narrativen, die aufgrund ihrer Esoterik-Folklore und ihren Show-Inszenierungen vor dem Faktencheck und der Ideologie-Freiheit des DTB-Dachverbandes keine Glaubwürdigkeit erzeugen. Schließlich sollte Push Hands für die Praktizierenden da sein und nicht für die Organisationen! Angesichts der weitverbreiteten Intransparenzen bleibt für den ernsthaft Interessierten die Frage nach einer "letzten Instanz" und einer Vereinheitlichung von Leitlinien für Lehrerausbildung, Turniere und Schiedsrichter. Auch wird immer deutlicher, daß die herkömmliche Kungfu-Sehweise mit ihrer Deutungshoheit der "Inneren Kampfkünste" die Möglichkeiten einer umfassenden Nutzung von Push Hands paradoxerweise stark einschränkt.

Der DTB-Dachverband nutzt demgegenüber Push-Hands-Programme auch für Resilienz-Training, Fajin-Training und Traning der Inneren Kraft. Den großen Erfolg belegen Langzeit-Evaluationen des DTB.

Die DTB-Bundesvereinigung hat als Zentralverband die in der Szene gängigen Push-Hands-Interpretationen zusammengetragen, analysiert und bewertet. An ihren romantisierend-schwärmerischen Narrativen muß vieles kritisiert werden, weil es oft unrealistisch ist und einer Überprüfung nicht standhält. Viele "Tuishou-Meister" erwarten offenbar ein "Mitspielen" ihrer Partner - diese mögen bitte schön mithelfend zurückspringen. Das Kalkül: Je kooperativer der Schüler sich gibt, desto mehr Glanz fällt auf sie beide. Doch diese Art von "Win-Win-Konstellation" ist der Reputation langfristig höchst abträglich!

 "Fajin" und "Tuishou (Pushhands)" - die neue gemeinsame Sparte im DTB-Dachverband

Die neue Sparte im DTB-Dachverband heißt "Fajin und Tuishou (Pushhands)". Das Besondere dieser neuen Abteilung, die aus zwei Arbeitskreisen hervorging, ist die übergeordnete Sehweise zu zwei zentralen Fachthemen chinesischer Kampfkünste wie Taijquan. Durch die innovative Zusammenlegung können Gemeinsamkeiten und Unterschiede besser erkannt und genutzt werden. Auch auf Aus- und Fortbildung ergeben sich positive Aspekte.

Dahinter steht ja das Gedanken-Experiment vieler Praktizierender: Wie wäre es, wenn ich ein Repertoire an Aiki-Techniken hätte, das mein aktuelles Wissen exponentiell vervielfacht? Hier bietet die Kombination einen Überblick über die unter den Haupt-Stilen am häufigsten verwendeten Methoden - und den Vergleichswert der einzelnen Methoden. Weiterlesen: Fajin, SUNG-Entspannung, Pushhands.

Die gemeinsame Fajin-Tuishou-Sparte im DTB wurde auch entwickelt, weil es dem Usus chinesischer Kampfkunst - insbesondere dem Taijiquan - entspricht, demzufolge Adepten zu ihrer Vervollkommnung stets beide Disziplinen kombiniert betreiben sollten. Dahinter steht bekanntlich die traditionelle Wudang-Shaolin-Doktrin, derzufolge Taijiquan allen anderen Kampfkünsten überlegen sei und daher unbesiegbar mache. Wer - wie z. B. der DTB-Dachverband - dieses Mantra als unglaubwürdig einstuft, gilt in der folkloristisch geprägten Community natürlich als "Spielverderber".

Nun kürzlich eine herbe Enttäuschung bei den Verfechtern der "Inneren Kampfkunst Taijiquan", als erneut ein Taiji-Meister (Wei Lei, Yang-Stil-Taijiquan) einen Mixed-Martial-Arts-Fighter (Xu Xiaodong) zu einem öffentlichen Duell herausforderte und bereits nach wenigen Sekunden schmählich verlor. Xu hatte Lei zuvor des Betrugs bezichtigt: Er hatte sich, wie das Fernsehen zeigte, Tauben am Arm befestigt und behauptet, sein "Qi" hindere die Tauben am Fliegen.

Was der DTB als weitere Bestätigung seiner These ansah, wurde unter Anhängern des "wahren Taijiquan" nach bekanntem Muster kleingeredet - auch wenn es den Spin-Doktoren diesmal schwerer fiel, da Wei Lei seine Niederlage gegenüber der Presse selbst zugegeben hatte.

Standards

Baei der Verbreitung des Tuishou spielten in der Vergangenheit Push-Hands-Treffen eine wichtige Rolle. Derartige Events förderten Austausch und Training mit wechselnden Partnern Zudem verbreiteten sie Kenntnisse über Tuishou-Varianten der Taiji-Dynastien und ihrer Protagonisten. Standards wurden vorwiegend für Wettbewerbe, Turniere und Meisterschaften entwickelt. Verbindliche Leitlinien sind dabei eher die Ausnahme. Quasi-religiöse Glaubensgruppierungen, Lobby-Verbände und die im DTB-Dachverband zusammengeschlossenen Institutionen sind in ihren Zielen und Anschauungen einfach zu verschieden, als daß gemeinsame Standards realisierbar wären.

Fajin - Entladung innerer Kraft in den inneren Kampfkünsten

Fajin lernen mit DTB-Ausbilder Dr. Langhoff: Kerzenstoß mit FajinEng verbunden mit dem Thema "Tuishou" ist das Thema "Fajin". Sucht man nach seriöser Info zum Fajin bzw. zum Fajin-Wirkprinzip, so stößt man nicht immer auf die fundierten, faktencheck-geprüften Aussagen des DTB-Zentralverbandes, sondern man findet ein ganzes Spektrum an Esoterik-Folklore und geschönten Weltsichten von Lobbyisten. Jeder sollte professionell mit diesem Dilemma umgehen können. Mehrere Organisationen haben sich zusammengeschlossen um mit einer innovativen, ideologie-freien Allianz unter Leitung von DTB-Geschäftsführer Dr. Stephan Langhoff hier eine größtmögliche Klärung herbeizuführen. Dieses Projekt ist auch hilfreich bei der Suche nach einem Fajin-Lehrer. Fajin.

Update: Online-Kurse mit ZOOM, SKYPE und JITSI

Jeden Monat beginnt die DTB-Regionalgruppe mit einem Kurs für Tai Chi und Qigong immer montags um 18.00 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Da die Kurse in die DTB-Mediathek eingestellt werden, kann man auch zeitversetzt teilnehmen. Quelle: Corona: Qigong-Tai-Chi-Online-Kurse.

DTB-Eventkalender / Planungen / Inhalte

Push-Hands-Treffen 2019: Dalü gemäß Yang Chengfu und Fu Zhongwen

Push-Hands-Treffen 2020: Tuishou-Basics gemäß den Tuishou-DVDs

Push-Hands-Treffen 2021: Tuishou-vertikal, Tuishou-horizontal, Dalü-Varianten. Quelle: Was ist DALÜ?

Seminarkalender: Tai-Chi-Qigong-Seminare für Lehrerausbildung Deutschland

Die DTB-Block-Module werden viermal jährlich angeboten (s. Tuishou Treffen / Ausbildung).). Es wurden bereits über 80 Treffen in der Region Hannover durchgeführt und es hat sich eine "Community mit Weitblick" etabliert, die die Partnerübungen ohne Esoterik betreibt. Zum Curriculum dieser Lehrerausbildung Hannover  gehören auch das Tuishou-Training einschließlich Fajina>. Seminarkalender: Tai-Chi-Qigong-Seminare für Lehrerausbildung Deutschland. Die Leitung hat Dr. Stephan Langhoff (s. Push Hands (Tuishou). Ort: Seminar-Zentrum: Hannover Seminare

Lesetipp: Eine wichtige Voraussetzung sei das Training des Fajin. Doku: Dt. Taichi-Bund - Dachverband für Taichi und Qigong e. V. (Sparte/ Sektion Tai Chi Dachverband/ Taijiquan Dachverband Qigong Dachverband): Die "DTB-Lehrerschmiede" informiert.

Quelle: DTB-Doku 2019-Update: "Push Hands (Tuishou): Grundlagen, Ausbildung, Training - Verbände-Info".

Exkurs: Push-Hands-Bericht von Gunnar

Moin, ich heiße Gunnar und bin Krankenpfleger von Beruf. Tai Chi Chuan praktiziere ich seit zwei Jahren bei einer Chinesin, die bei früher bei Meister Yang Zhenji, einem Sohn von Yang Chengfu Unterricht hatte. Das Yang-Stil-Tuishou vermittelt meine Lehrerin nicht, weil die anderen Kursteilnehmer dafür kein Interesse haben. Ich allerdings schon und sie hat mir nach einer Unterrichtsstunde einmal ein paar "Loops" gezeigt. Ich glaube, daß sich Tuishou zum Aggressionsabbau und auch zur Konfliktlösung eignet - und mein Langziel ist es, mit meinen Kollegen eine Gruppe zu bilden.

Ich habe während einer einwöchigen Lehrerfortbildung einen Tag lang als Gast dabei sein dürfen und da haben wir auch Pushing Hands praktiziert. Genau deswegen war ich angereist ins Seminar-Zentrum nahe Hannover; der Leiter Dr. Stephan Langhoff wurde mir von meiner Lehrerin empfohlen und ich hatte vorher schon etwas über ihn im Internet gelesen. Das Zusammensein mit Stephan und seiner Truppe hat mir die Augen geöffnet dafür, daß man Tuishou viel transparenter und mit mehr Lernerfolg betreiben kann, sobald man auf Show-Effekte, Qi-Kult und willfährige Mitspieler verzichtet. Und es war besonders anschaulich, weil wir auch Fajin-Techniken dabei eingesetzt haben.

Herzlichen Dank Stephan - ich werde zunächst mit Deinen Lehr-DVDs üben.

Guest Blogging Dr. Langhoff: Zhang Sanfeng, Taijiquan und Tuishou-Partner-Anwendungen

Beim Thema "Tuishou" taucht unvermeidlich die "Graue Eminenz" Zhang Sanfeng (chinesisch 張三豐 / 张三丰, Pinyin Zhāng Sānfēng, W.-G. Chang San-Feng) auf. Was hat es mit diesem Phänomen auf sich und ist es einer tieferen Erkenntnis dienlich? Die Antwort lautet "nein".

Ein Teil der Taijiquan-Praktizierenden gehört der "Zhang-Sanfeng-Gemeinde" an. Ihre Gemeinsamkeit ist ihre unkritische Überbewertung von Mythen der Taiji-Folklore. Ihre Vorbilder sind die traditionellen Mantras chinesischer Taiji-Meister. Hinter dem "Zhang-Sanfeng-Nimbus" steht das Bemühen, der "Shaolin-Kampfkunst" ihre "Wudang-Kampfkunst" entgegenzustellen und dieser Sage einzigartige Besonderheiten wie "unbesiegbar machende beste Kampfkunst" zuzuschreiben. Da diese "politische Korrektheit" den Blick auf die Realitäten verstellt und zudem leicht widerlegbar ist, distanziere ich mich von solchen Fantasien.

Kurz gesagt propagiert die Community folgendes blumiges Narrativ, das man zur Genüge auch aus ähnlichen Wushu- Bereichen kennt: Zhang Sanfeng ist eine mystische chinesische Heldengestalt. Einer Legende nach soll er ein daoistischer Mönch gewesen sein, der in den Wudang-Bergen lebte und eine neue Art von Kampfkunst entwickelte - das Taijiquan und dessen Partner-Anwendungen. Diese Tuishou-Routinen folgten einem revolutionären, bis dahin ungekannten Wirkprinzip. Zhang erkannte erstmalig das Prinzip des „weichen Kämpfens“ mit innerer Kraft und leitete daraus die Grundprinzipien der inneren Kampfkünste (內家拳 / 内家拳, Nèijiāquán, kurz Nèijiā) ab. Seine Einsicht gewann Chang Sanfeng, als er eines Tages den Kampf zwischen einer Schlange und einem Kranich beobachtete. Die Schlange wich den harten, schnellen Stößen des Kranichschnabels immer wieder geschickt aus, bis der Kranich erschöpft aufgeben musste. Dies war für Zhang der Beweis, daß "Innere Kraft" auf Flexibilität beruht und "harter Kraft" überlegen ist. Quelle: Zhang Sanfeng.

Push-Hands - ein Artikel von Dr. Langhoff

TUISHOU IST WEIT MEHR ALS EINE PARTNERÜBUNG: Es eignet sich vorzüglich als Resilienz-Training und zur Stärkung innerer Kraft. Der neue Push-Hands-Bericht von Dr. Langhoff ist eine zusammenfassende Beschreibung der "Schiebenden Hände". Dieses bekannteste und wichtigste Taijiquan-Partnertraining ist traditionell verbrämt mit Wushu-Folklore der chinesischen Taiji-Dynastien. Doch dieser "Qi-Kult" hat in der ideologie-freien Lehrmethodik von Dr. Langhoff keinen Platz. Das Kursleiter-Manual ist anerkannt als Stundenbild für die DTB-Push-Hands-Treffen. Beschrieben wird auch der Einfluß von Heilslehren. Die große Nachfrage zeigt den hohen Bedarf an seriöser Information zu der faszinierenden fernöstlichen Zweikampf-Systematik. Dr. Langhoff hat für den DTB-Dachverband bereits über 80 Veranstaltungen in der Region Hannover geleitet. Der Block-Unterricht dauert von montags bis freitags und ist als Bildungurlaub anerkannt. Auf diesen internationalen Treffen wird das ganze Push-Hands-Spektrum stilarten-übergreifend in Theorie und Praxis behandelt. Chronik, Termin-Übersichten und Lehrmaterial zur Vor- und Nachbereitung hier: Internationale Push-Hands-Treffen Region Hannover.